Aubauer: Erfolgreichen Weg der Hospiz- und Palliativversorgung fortsetzen

Vorsitzende der Enquete-Kommission "Würde am Ende des Lebens" verweist auf öffentliche Auftaktveranstaltung am 7. November 2014

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Seit vielen Jahren gibt es zahlreiche Vorschläge zum weiteren Ausbau von Hospiz und Palliativmedizin für die Menschen in Österreich. Wir brauchen nun einen echten Stufenplan auf dem Tisch! Unser Weg ist daher eine Hospiz- und Palliativkultur und -versorgung, die für alle erreichbar und leistbar zur Verfügung steht, und die Sicherung der Autonomie durch Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Ich stehe auf Seite der älteren, kranken und schwächsten Menschen in der Gesellschaft - niemand darf am Ende des Lebens allein gelassen werden, erklärte heute, Donnerstag, die Vorsitzende der Enquete-Kommission "Würde am Ende des Lebens" und ÖVP-Seniorensprecherin, Mag. Gertrude Aubauer. Die große öffentliche Auftaktveranstaltung der parlamentarischen Enquete-Kommission findet am Freitag, 7. November, um 10 Uhr im Plenarsaal des Hohen Hauses statt.

"Wir legen in den nächsten Sitzungen den Schwerpunkt auf den Ausbau von Hospiz- und Palliativmedizin. Darüber besteht in Österreich großer Konsens", verwies die Vorsitzende auf den Allparteienkonsens aus dem Jahr 2001. "Wir wollen den sozialen österreichischen Weg der Solidarität mit den Schwachen weiter fortsetzen. Ich freue mich darauf, Experten und Erfahrungsberichte aus der Praxis zu hören."

Die Begrüßung der Teilnehmer erfolgt durch Aubauer, einleitende Worte kommen von Nationalratspräsidentin Doris Bures. Anschließend sind Impulsreferate von Experten wie Dr. Elisabeth Steiner, Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, em. Univ. Prof. Dr. Günter Virt, Mitglied der von der EU-Kommission eingesetzten European Group on Ethics in Science and New Technologies, Waltraud Klasnic, Präsidentin des Hospizdachverbandes, von Dr. Maria Kletecka-Pulker, Ethik und Recht, Uni Wien, Mitglied der Bioethikkommission, Dr. Harald Retschitzegger, Präsident der Österreichischen Palliativgesellschaft, Dir. Dr. Michael Landau, Caritas Österreich, Dir. Mag. Michael Chalupka, Diakonie Österreich, und ein Vertreter der Landeshauptleutekonferenz sowie politische Stellungnahmen vorgesehen. Ein Vertreter der Parlamentsdirektion referiert über die bisher mehr als 600 eingelangten schriftlichen Stellungnahmen. Diese sind mit Zustimmung ihrer AbsenderInnen auf der Parlamentswebsite www.parlament.gv.at abrufbar. Die Einladung an die Öffentlichkeit, Beiträge zur Thematik abzugeben, wurde bis 31. Jänner 2015 verlängert (E-Mail:
wuerdevoll.leben@parlament.gv.at).

Weiterer Fahrplan:

In einer ersten Themensitzung zu Hospiz- und Palliativversorgung Ende November soll die Bedarfsanalyse und Konkretisierung der Erfordernisse in Ausbildung und Praxis angesprochen werden. In der darauffolgenden Sitzung Mitte Dezember geht es um die Möglichkeiten zum Ausbau von Palliativ- und Hospizeinrichtungen sowie um eine Diskussion über eine Europarats-Empfehlung zu diesem Thema (Recommendation 1418/19). In einer Jänner-Sitzung sollen rechtliche Thematiken besprochen werden, wie Patientenverfügung oder die Frage einer Verfassungsverankerung. Für das Frühjahr 2015 plant das Gremium einen Endbericht an den Nationalrat mit konkreten Empfehlungen. "Ich erwarte mir eine klare Steigerung bei den Hospizbetten und ich will klare Ergebnisse", so Aubauer.

Der Fraktionsvorsitzende der ÖVP in der Enquete-Kommission, ÖVP-Behindertensprecher Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg, ergänzt:"Am Lebensende haben Menschen oft Angst vor Schmerzen und Leid. Sie fürchten, nicht mehr Herr der eigenen Lage zu sein, nicht mehr selbstbestimmt handeln zu können, und alleine gelassen zu werden. Wir wollen hier Unterstützung geben - durch eine Hospiz- und Sterbebegleitung sowie Palliativversorgung. Beste Kranken- und Schmerzversorgung, ein gutes soziales Umfeld und persönliche Zuwendung sind wesentliche Voraussetzungenfür die letzte Phase im Leben eines jeden von uns."

Die Einsetzung der Enquete-Kommission beschloss der Hauptausschuss des Nationalrats heuer im Juni mit den Stimmen aller Fraktionen. In der ersten Sitzung Mitte September wurde der Fahrplan festgelegt. Zusammengesetzt ist die Enquete-Kommission aus 18 stimmberechtigten Nationalratsabgeordneten aller Parteien nach Mandatsstärke und sechs BundesrätInnen in beratender Funktion. Die Kommission wird in ihrer Arbeit inzwischen von mehr als 100 Expertinnen und Experten unterstützt.
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