Abentung: Bauernbund startet "Aktion scharf" gegen Preisdumping bei Lebensmitteln

Handelskette Zielpunkt heute bei Bundeswettbewerbsbehörde angezeigt

Wien (OTS) - Der Österreichische Bauernbund hat heute, Donnerstag, die Supermarktkette Zielpunkt bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) für seine im aktuellen Flugblatt beworbene Milch-Schleuderaktion angezeigt. "Dieses Mal muss heimische H-Milch als stark rabattierter Lockartikel herhalten. Das anstehende Feiertagswochenende wird vom Handel wieder dafür genützt, wertvolle Lebensmittel zu verschleudern. Wir haben mehrfach betont, dass wir nicht zuschauen werden, wie Qualitätslebensmittel von österreichischen Landwirten als Lockartikel missbraucht werden. Auch in Zukunft werden wir nicht tatenlos mitansehen, wenn die tagtägliche Arbeit unserer Bäuerinnen und Bauern mit Füßen getreten wird", stellt Bauernbunddirektor Johannes Abentung klar.

Bauernbund-Arbeitsgruppe nimmt LEH-Preispolitik unter die Lupe

Die Direktorinnen und Direktoren der Landesbauernbünde haben eine Arbeitsgruppe "Preis-Wert-Sicherheit" eingerichtet, die ihre vordringliche Aufgabe im Monitoring des Lebensmitteleinzelhandels und dessen Preispolitik sieht. Genauso hätte man "umgekehrt auch die Qualitätssicherung auf Produzentenseite im Fokus, damit die Qualität trotz des ständigen Preisdruckes konstant bleibt und nicht abflacht", so Abentung als Sprecher des Direktorenkollegiums. "In Österreich muss die Qualität stimmen, das sind wir unseren treuen Konsumenten schuldig. Wozu sonst halten sich die Bauern und die Verarbeiter an strenge Auflagen, Kontrollen und Tierstandards, die höchste Qualität sicherstellen?" Genauso wie ein Mercedes auf dem Automarkt seinen Preis hat, gelte dies für Lebensmittel aus Österreich. "Premiummarken gibt es nicht zu Dumping-Preisen", kündigt Abentung eine "Aktion scharf" gegen Schleuderei im Lebensmitteleinzelhandel an.

Augenmerk richtet sich speziell auf künftige Fleisch-Rabatte

Nachdem die Rabattschlachten unter dem Einstandspreis nicht bei Milch halt machen, sondern vorzugsweise auch auf Fleisch und Fleischwaren ausgedehnt werden, wolle der Bauernbund auch diese Produktsparten besonders genau im Auge behalten. Abentung zufolge seien heimische Qualitätserzeugnisse gerade auch im Ausland höchstbegehrt. "Seit Jahren steigen die Exportquoten im Agrarbereich kontinuierlich an - wir haben es nicht nötig, ausgezeichnete Qualität zu verschleudern", verweist der Bauernbunddirektor abschließend darauf, dass schon in Kürze die 10 Milliarden-Euro-Schallgrenze bei den österreichischen Lebensmittelexporten durchbrochen werden sollte. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Andrea Salzburger
Bauernbund Österreich, Brucknerstraße 6/3, 1040 Wien, www.bauernbund.at, Tel.: +43 1 5058173-28, Mobil: +43 699 1810 1805, E-Mail: a.salzburger@bauernbund.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIM0002