Leitl/Mahrer: Unser Land braucht seinen unternehmerischen Mittelstand

Lohnnebenkosten, Bürokratie, Unternehmer-Schikanen gehören zu drängendsten Druckfaktoren - WB-"Initiative Mittelstand" & Julius Raab Stiftung präsentieren Mittelstandsatlas

Wien (OTS) - Eine Woche vor dem "1. Österreichischen Mittelstandskongress" betonen Wirtschaftsbund-Präsident Christoph Leitl und der Präsident der Julius Raab Stiftung Harald Mahrer in einer gemeinsamen Pressekonferenz, dass es der Mittelstand ist, der unser Land trägt: "Vielen ist gar nicht bewusst, was der unternehmerische Mittelstand tagtäglich für uns alle leistet. In Zusammenarbeit der Wirtschaftsbund-'Initiative Mittelstand' und der Julius Raab Stiftung haben wir daher den 'Mittelstandsatlas' erarbeitet, der die herausragenden Leistungen sichtbar macht", erklären Leitl und Mahrer. Ziel sei aber nicht nur zu zeigen, was der Mittelstand leistet, sondern vor allem, was er braucht, um auch in Zukunft der Erfolgsgarant unseres Landes sein zu können. Im Rahmen einer Online-Umfrage der WB-"Initiative Mittelstand" haben über 1.100 Teilnehmer die drei Bereiche ausgewählt, in denen am dringendsten Verbesserungen für erfolgreiches Wirtschaften nötig sind: Bei den hohen Lohnnebenkosten, der überbordenden Bürokratie und dem massiven Kontrollwahn verbunden mit Unternehmer-Schikanen. ****

"Wären in einem Betrieb die bürokratischen Strukturen so, wie jene des Staates, wäre das Unternehmen pleite", betont Leitl. "Die zahlreichen Vorschriften und Verbote sind unseren Unternehmern nicht mehr zumutbar. Der Wirtschaftsbund hat die Bekämpfung der Bürokratie zu seinem Schwerpunkt gemacht und treibt dieses Thema seit Monaten voran. Nun hat die Regierung erste Maßnahmen umgesetzt. Und wir bleiben weiter dran", hält der Wirtschaftsbund-Präsident fest und verweist auf den Entschließungsantrag, den Generalsekretär Peter Haubner im Parlament eingebracht hat und der von allen Parteien unterstützt wurde. Weitere Maßnahmen, um den unternehmerischen Mittelstand zu stärken, sieht Leitl z.B. in der Mitarbeitererfolgsbeteiligung, in der dringend erforderlichen Verlängerung der Thermischen Sanierung und in der Nutzung der 180 Mio. Euro liegengebliebener Wohnbauförderung. In Richtung Gewerkschaftsbund, der 1 Mrd. Euro Entlastungen fordert, hält Leitl fest: "Wenn wir diese Summe aus Struktur-Reformen erarbeiten, bin ich dafür. Eine ehrliche Steuerentlastung ist nicht das Ergebnis eines Wunschkonzerts, sondern nur von harter Arbeit."

Die weitere Senkung der Lohnnebenkosten bezeichnet der Präsident der Julius Raab Stiftung, Harald Mahrer als "wichtige kurzfristige Entlastungsmaßnahme für den unternehmerischen Mittelstand". Angesichts des geringen Wirtschaftswachstums sei die Stärkung des Exports ein weiterer zentraler Schritt, um den unternehmerischen Mittelstand, Wirtschaft und Beschäftigung zu unterstützen: "6 von 10 Euro werden in Österreich durch den Export verdient. Daher ist es umso wichtiger, dass wir die heimischen Unternehmer dabei unterstützen, in den Wachstumsmärkten, wie China, Fuß zu fassen." Der dritte Bereich, der laut Mahrer für einen starken unternehmerischen Mittelstand wesentlich ist, sei die Unternehmensfinanzierung: "Ohne Kapital bringt die beste Idee nichts", Wirtschafts- und Finanzressort arbeiten daher engagiert an alternativen Finanzierungsformen wie Crowdfunding. "Unser Land braucht seinen Mittelstand! Daher sind wir gefordert, alle Maßnahmen in Angriff zu nehmen, die dazu beitragen den unternehmerischen Mittelstand zu stärken und zu unterstützen. Wir müssen daher beim Kampf gegen das Bürokratie-Monster beginnen", halten Leitl und Mahrer abschließend fest.

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