WKÖ-Ennemoser: Online-Auftritt der Hotels als wirksames Tool gegen schwache Auslastung

Dauerbrenner Internet: FV zeigt Optimierungsmöglichkeiten für Branche - Innovation aus Österreich soll heimische Hoteliers bei Vermarktung unterstützen

Wien (OTS/PWK752) - "Wir haben mit dem österreichischen Tourismus ein perfektes Produkt, um das uns die ganze Welt beneidet. Die größte Schwäche - also quasi die Achillesferse - der heimischen Hotellerie ist aber die fehlende Auslastung. Genau hier müssen wir ansetzen", betont Klaus Ennemoser, Bundes-Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), am Donnerstag in der WKÖ in Wien. Aktuell verzeichnen Österreichs Beherbergungsbetriebe mit ihren 1,05 Mio. Betten rund 133 Mio. Nächtigungen pro Jahr. Hier gäbe es noch "viel Luft nach oben", analysiert Ennemoser: "Wir könnten um 250 Mio. Nächtigungen pro Jahr mehr einfahren, also insgesamt 383 Mio. Nächtigungen pro Jahr, wenn wir alle Betten für 365 Tage im Jahr verkaufen würden." Dieses Potential könne man allerdings nur über Online-Kanäle - für Ennemoser DIE Vertriebswege der Zukunft - heben.

Ennemoser: Hotelier braucht neben Hauben-Koch auch Hauben-Internetmanager

Denn die drastischen Veränderungen des Marktes, vor allem aber die rasante Entwicklung des Internets, haben auch vor der heimischen Hotellerie nicht Halt gemacht. "Als Hotelier muss man heute im Internet genauso versiert sein wie in der Küche oder im Service. Der Hauben-Koch braucht einen Hauben-Internetmanager an seiner Seite", zeigt sich der Sprecher der heimischen Hotellerie überzeugt. Professionelle Internet-Präsenz und effiziente Selbstvermarktung sind das Gebot der Stunde und überlebenswichtig für die heimischen Betriebe. Immerhin buchen gemäß einer aktuellen Umfrage von Integral AIM - Austrian Internet Monitor - mittlerweile rund ein Drittel aller Befragten über das Internet ihre Unterkünfte. Tendenz steigend.

Kritisch beleuchtet Ennemoser, dass bis dato zahlreiche Betriebe ihren Webauftritt samt Buchungstool "outgesourct" haben: "Damit laufen die Hoteliers Gefahr, Eigenverantwortung, Preishoheit und Produkthoheit - und damit ihre Unabhängigkeit - zu verlieren." Das Ergebnis, so Ennemoser, sind Preisdiktate in Form von Best-Preis-Garantien und Vorgaben beim Kontingent (Last Room Availability). Die Antwort der Hotelbetriebe liege im richtigen Vertriebsmix: "Ein gutes Produkt braucht eine noch bessere Kommunikation. Diese beginnt bei der hoteleigenen Website mit eigenem Buchungstool und endet mit einem ausgewogenen Channel-Management." Damit gewinne der Hotelier seine unternehmerische Verantwortung gegenüber den mächtigen Buchungs- und Bewertungsplattformen wieder zurück.

Innovation aus Österreich soll Hoteliers helfen, Gäste zu akquirieren

Fest steht für Ennemoser: "Online Werbung wirkt, nur derzeit kostet sie entweder viel Geld oder viel Zeit." Eine mögliche Lösung für die heimische Hotellerie präsentiert Matthias Grundböck, Gründer von OMP Tools GmbH, der ein neues System entwickelt hat, das Werbung stark vereinfacht und damit für jeden zugänglich macht. "Mit unserer Software ist es möglich, eine Kampagne mit 10.000 Keywords und 5.000 Anzeigentexten innerhalb von 10 Minuten zu erstellen und zu starten. Zusätzlich bringt das System durch einen eigenen Optimierungs-Algorithmus bessere Ergebnisse als die händische Optimierung. Dies alles wurde in Innsbruck entwickelt und stellt eine absolute Neuheit dar", zeigt sich Grundböck zuversichtlich, dass es Hotelbetrieben mit diesem Angebot in Zukunft leichter fällt, Gäste für das eigene Haus zu akquirieren.

Der Fachverband Hotellerie hat bereits in den vergangenen Jahren durch konsequenten Netzwerkaufbau innerhalb der Internetbranche interessante Partner gefunden, die die Betriebe mit konkreten Tipps und Tricks bei neuen Trends und deren weiterer Veränderung unterstützen und begleiten. Mit der Service- und Partnerplattform "Hotel der Zukunft" und dem Sterneclub wurden bereits mehr als 70 Produkte und Dienstleistungen zusammengetragen, die der heimischen Hotellerie geldwerte Vorteile bringen.

Fachverband Hotellerie

Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt 17.000 Beherbergungsbetriebe mit 1,05 Millionen Betten. Mit knapp 37 Millionen Ankünften und 133 Millionen Nächtigungen leistet die heimische Hotellerie einen wesentlichen Beitrag zur direkten und indirekten Wertschöpfung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Höhe von rund 46,5 Milliarden Euro. Das sind 14,8 Prozent des BIP. (ES)

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Mag. Matthias Koch
Geschäftsführer Fachverband Hotellerie
Tel.: +43 590 900-3554
E-Mail: hotels@wko.at
Web: www.hotelsterne.at

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