Container Terminal Enns als neue intermodale Drehscheibe

Mit der Modernisierung und Erweiterung des Terminals werden die Weichen für die Zukunft gestellt

Wien (OTS) - Nach dem Zuschlag durch das Land Oberösterreich bereitet die Container Terminal Enns GmbH (CTE) nun die Modernisierung des Container Terminals im Ennshafen vor. Noch im November wird mit dem Erweiterungsbau begonnen, im April 2015 übernimmt die neugegründete CTE GmbH die Betreiberschaft. Das gaben die Projektpartner Kaindl Invest (Salzburg) und die DB Mobilitiy Logistics AG (Berlin) bei einem Pressegespräch im Ennshafen heute, Donnerstag, 30. Oktober, bekannt. Die neue Betreibergesellschaft aus Kaindl Invest (51%) und DB Mobility Logistics AG (49%) wird den Betrieb zum 1. April 2015 aufnehmen. Geschäftsführer des Container Terminal Enns sind Otto Hawlicek (Kaindl) und Michael Heinemann (DB), beide Experten für den Kombinierten Verkehr.

Aufwertung des Standortes durch Modernisierung

Konrad Grünwald, CEO der M. Kaindl KG, sagte, durch die langjährige Betriebserfahrung am Container Terminal Salzburg und als Grundeigentümer vor Ort sei sein Unternehmen der naheliegende Partner des Landes Oberösterreich für den Ausbau des Kombinierten Verkehres im Ennshafen. Die gesamte Anlage auf rund 160.000 Quadratmeter sei auf 320.000 TEU (Twenty-foot Equivalent Unit) pro Jahr ausgelegt, das bedeute einen Zuwachs von rund 30 Prozent gegenüber den aktuellen Kapazitäten, erläuterte Grünwald. Neben der Erweiterung liege der Fokus auf der Modernisierung der bestehenden Anlagen. Damit werde die Bahn- und Umschlags-Infrastruktur technisch und logistisch auf den neuesten Stand gebracht und die Wirtschaftlichkeit des Terminals erhöht. Es entstehe ein effizienter und leistungsstarker Betrieb im Dienste der Industrieunternehmen Oberösterreichs - immerhin der stärkste Industriestandort Österreichs und von entsprechend großem volkswirtschaftlichem Interesse. Grünwald bekannte sich ausdrücklich zum neutralen Betrieb des Terminals durch die neue Betriebs GmbH:
"Diskriminierungsfreie Abwicklung ist die klare Devise, zu der wir im Übrigen auch gesetzlich verpflichtet sind." Er sei stolz darauf, die DB als Partner für dieses Projekt gewonnen zu haben. Immerhin sei diese der europäische Marktführer im intermodalen Verkehr und damit in einem der Zukunftsfelder für einen leistungsfähigen Fernverkehr ohne LKW.

Extended Port für große Seehäfen

Ziel der Modernisierung des Container Terminals Enns sei es, ein attraktives Bündelungszentrum (Gateway) für die Seehäfen und Industriezentren Europas zu werden, betonte Michael Heinemann, der von der DB Mobility Logistics AG entsandte Geschäftsführer. "CTE soll alle Voraussetzungen erfüllen, um in Zukunft als Extended Port für europäische Seehäfen dienen zu können. Denn dorthin lagern die großen Häfen jene Aufgaben aus, die sie nicht mehr zeitnahe bewältigen können und die deshalb besser im Hinterland erfüllt werden. Enns hat dabei großes Potenzial als intermodale Drehscheibe."
Heinemann erläuterte weiter: "Das Lösungskonzept der Zukunft heißt:
Extended Port." Damit würde eine völlig neue Qualität im Ennshafen und - aus heutiger Sicht - auch eine österreichweite Alleinstellung erreicht werden.

Technisch auf modernstem Stand

"Der Erweiterungsbau des Container Terminals Enns schließt direkt an die bestehenden Gleisanlagen an", beschreibt der von Kaindl entsandte Geschäftsführer Otto Hawlicek die optimale Lage des CTE. Es werden fünf neue Gleise mit je 700 Meter Länge zusätzlich zu den vier bestehenden errichtet, für das Handling der Container stehen dann 6.300 Meter Gleisfläche zur Verfügung. Zwei zusätzliche Portalkräne werden gebaut, so dass drei Kräne zum Hub der Container eingesetzt werden können. Die Anlagen werden auch technisch auf den neuesten Stand gebracht, beispielsweise durch eine moderne Fernsteuerung der Weichen oder durch eine vollständige elektrische Überspannung der Zuführungsgleise, die den Betrieb mit E-Loks ermöglicht.

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