"Weißes" "dok.film"-Doppel am 2. November: Kompromissloses "Snow Business" und atemberaubender "Mount St. Elias"

Investigativer Doku-Blick hinter Kulissen der Skiindustrie, danach waghalsiges Extrembergabenteuer in Alaska

Wien (OTS) - Das Abenteuer Schnee in unterschiedlichen Facetten behandelt der "dok.film" am kommenden Sonntag, dem 2. November 2014:
Zunächst zeigt ORF 2 um 23.05 Uhr erstmals die Produktion "Snow Business" von Pascal Carcanade und Laurent Cibien - ein investigativer Blick hinter die Kulissen der Skiindustrie, die ein gigantisches und kompromissloses Geschäft geworden ist. Der Film untersucht die Zusammenhänge zwischen den aktuellen Trends im Ski-und Bergsport und den unausweichlichen ökonomischen wie ökologischen Folgen einer extremen Ausbeutung der Umwelt. Die Skiindustrie geht als Antwort auf die stetige Klimaerwärmung dazu über, komplette schlüsselfertige Ski-Resorts zu exportieren. Hier zählen österreichische, französische und Südtiroler Unternehmen zu den Marktführern. Und in heimischen Gefilden, wo der Wintersport seit jeher daheim ist, wird seinem Niedergang ebenfalls Vorschub geleistet: So stehen etwa allein in Ischgl in Tirol bereits 1.200 Schneekanonen - laut Unternehmer Günther Aloys können es auch gerne 5.000 werden, wenn so dem Klimawandel getrotzt werden kann, wie er in der Dokumentation sagt. Warum wird weiterhin so aggressiv für Wintersport geworben, obwohl der Schaden für Natur und Umwelt längst erkennbar ist? Und sind künstliche Skigebiete fern der Berge tatsächlich die Zukunft?

Im Anschluss präsentiert "dok.film" um 23.55 Uhr in ORF 2 die atemberaubende Dokumentation "Mount St. Elias" über ein spektakuläres Extrembergabenteuer: Darin begleitet der Kärntner Filmemacher Gerald Salmina drei der weltbesten Skialpinisten bei ihrem waghalsigen Versuch, das gleichnamige Gletschermassiv in Alaska mit 5.489 Metern Seehöhe zu besteigen und anschließend die längste Skiabfahrt der Welt durchzuführen. Inmitten der gefährlichen Naturschönheiten erzählt der Film von einer visionären Grenzerfahrung, bei der beispiellose physische Belastung und mentaler Druck die Protagonisten bis ans absolute Limit bringen. Geprägt durch ihre Wurzeln wollen die drei Extremsportler - die beiden Tiroler Axel Naglich und Peter Ressmann sowie der Amerikaner Jon Johnston - bei dieser Expedition ins Ungewisse ihre Leidenschaft so intensiv wie möglich erleben und vor allem überleben. Denn der Berg ist ein unberechenbarer und unbarmherziger Gegner. Das packende Drama, das zeigt, dass nicht immer der Gipfel das Ziel ist, sondern die Intensität des Erlebnisses zählt, entstand mit Unterstützung des ORF (Film/Fernseh-Abkommen) und war 2009/2010 im Kino zu sehen. Einem der drei Protagonisten wurde seine Leidenschaft leider zum Verhängnis: Der Tiroler Ski- und Bergführer Peter Ressmann ist am 28. Mai 2010 beim Klettern in den Salzburger Bergen tödlich verunglückt.

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