Auftakt des ORF-Programmschwerpunkts "25 Jahre Berliner Mauerfall" am 31. Oktober

Mit "Universum History" und Ost-West-Drama "Wir sind das Volk"

Wien (OTS) - 28 Jahre lang teilte sie eine Stadt, zwei Staaten sowie Ost und West: die Berliner Mauer. Mehr als zwei Millionen Tonnen Beton, 700.000 Tonnen Stahl, Wachhunde und Todesstreifen sollten die Menschen in der DDR von der Flucht in die westdeutsche BRD abhalten. Mit dem Fall der Berliner Mauer vor 25 Jahren beschäftigt sich ab Ende Oktober ein umfassender ORF-Programmschwerpunkt (Infos unter presse.ORF.at) mit Dokumentationen, Reportagen und fiktionalen Filmen - den Auftakt macht am Freitag, dem 31. Oktober 2014, um 22.45 Uhr in ORF 2 Teil eins von Jörg Müllners "Universum History"-Zweiteiler "Die Berliner Mauer". Um 23.30 Uhr folgt das berührende Ost-West-Drama "Wir sind das Volk - Liebe kennt keine Grenzen". In der ORF/Sat.1-Koproduktion setzt Thomas Berger nach einem Drehbuch von Silke Zertz die deutsch-deutsche Vergangenheit in Szene.

"Universum History"-Zweiteiler "Die Berliner Mauer" - Teil 1: "Beton gegen Freiheit"

Bis heute ist die Mauer ein Symbol der Trennung zwischen Ost und West. Und bis heute erinnert die einstige Barrikade zwischen BRD und DDR an die Schicksale jener Menschen, die aus der DDR geflüchtet sind. Es sind Menschen wie Wolfgang Engels. 1963 stiehlt der 19-jährige zivile Angestellte der NVA, der Armee der DDR, einen Schützenpanzer, fährt damit einmal quer durch Ostberlin - und durchbricht im Berliner Stadtteil Treptow die Mauer. Der Panzer bleibt stecken, die Grenzpolizei eröffnet das Feuer auf Engels - doch der Schwerverletzte gelangt auf die andere Seite. Für den Westen ist die Flucht sensationell - der Osten zeigt, dass er mit voller Härte gegen alle vorzugehen gewillt ist, die die DDR verlassen möchten. Mehr als 28 Jahre lang trennte die Mauer Ost und West. Über die Jahre wurde sie zu einer immer perfekteren Barrikade ausgebaut, mehr noch zu einem Hochsicherheitstrakt. Die Dynamik der Überwachung: Jeder geglückte Fluchtversuch zog noch schärfere Sicherheitsvorkehrungen an der Grenze nach sich.

Rückblick: In der Nacht zum 13. August 1961 wurden im Osten Berlins die Sektorengrenzen zum Westen abgeriegelt. Der Westen sah beim Bau der Mauer tatenlos zu. Noch ahnte niemand dies- und jenseits des Eisernen Vorhangs, dass damit eine Tragödie ihren Anfang nahm. Viele Menschen in der kommunistischen DDR entschlossen sich über die Jahre trotzdem dazu, dem Land den Rücken zu kehren. Sie suchten Wege, um die Barrikade zu überwinden - etwa mit Hilfe selbst gegrabener Tunnel. Vor allem in den Anfangsjahren der Mauer, zwischen 1961 und 1964, herrschte in Berlin eine regelrechte "Tunnelkonjunktur". Dutzende Tunnel wurden gegraben, von West nach Ost und Ost nach West. In einer erst kürzlich entdeckten "Tunnelkartei" des Ostberliner Ministeriums für Staatssicherheit ("Stasi") sind mehr als 200 Versuche dokumentiert, die Mauer zu unterlaufen. 19 Versuche glückten, insgesamt gelangten rund 250 DDR-Bürger unter der Erde "nach drüben". Die Mauer bestand weiter - bis sie in einer Novembernacht des Jahres 1989 von Tausenden Bürgern Ostberlins überrannt wurde. Bis dahin sollte sie die klaffende Wunde Deutschlands bleiben, die das Land in Ost und West teilte.

Auf welche Weise Menschen aus der DDR bis zum Fall der Berliner Mauer versuchten, in den Westen zu gelangen, zeigt der zweite und letzte Teil der "Universum History"-Serie "Die Berliner Mauer" am Freitag, dem 7. November, um 23.10 Uhr in ORF 2. Davor präsentiert Armin Wolf ab 22.30 Uhr live vom Brandenburger Tor in Berlin eine halbstündige "ZiB 2 History" zu "25 Jahre Berliner Mauerfall".

Der "Universum History"-Zweiteiler ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der ORF-TVthek (http://tvthek.ORF.at) abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.

"Wir sind das Volk - Liebe kennt keine Grenzen"

Katja (Anja Kling) versucht im August 1989, über die ungarische Grenze ihrem Freund Andreas (Hans-Werner Meyer) in den Westen nachzufolgen. Der ist bereits vor sechs Jahren, noch vor der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes, auf die andere Seite der Mauer geflüchtet und dort inzwischen als erfolgreicher Fernsehjournalist tätig. Der Versuch misslingt, Katja wird gefasst und kommt in die Obhut der Staatssicherheit. Im Stasi-Gefängnis sitzend ahnt sie nicht, dass es ihr kleiner Sohn in den Westen geschafft hat. Von dort aus setzt sich nun Andreas mit Hilfe medialer Mittel für sie ein. Brisante Bilder von den Unruhen in Ostberlin und Demonstrationen liefert ihm unter anderem Katjas Bruder Michael (Matthias Koeberlin). Doch die Stasi hat ihre Augen überall. Noch nach Honeckers Rücktritt, als der Staat ins Wanken gerät, quält der Stasi-Offizier Schäfer (Heiner Lauterbach) die wehrlose Katja mit gemeinen Psychotricks. Doch der Tag des Mauerfalls naht.

Anja Kling wurde für ihre Darstellung mit der Goldenen Kamera und dem Bayerischen Fernsehpreis, beide Male als "Beste deutsche Schauspielerin" ausgezeichnet. In weiteren Rollen agieren Matthias Koeberlin, Hans-Werner Meyer, August Schmölzer und Mirjam Weichselbraun.

Seit 25. Oktober sind die Spartenkanäle ORF III und ORF SPORT + sowie die "Bundesland heute"-Ausgaben auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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