EU-Verodnung verunsichert Autofahrer

Reifendruck-Kontrollsystem ab 1. November Pflicht

Wien (OTS) - Eine Verordnung der EU verunsichert die heimischen Autofahrer. Personenkraftwagen, die zwischen 1. November 2012 und 1. November 2014 homologiert (Typengenehmigt) wurden oder Fahrzeuge, die ab 1.11.2014 angemeldet werden, müssen über ein Reifendruckkontrollsystem verfügen. Wer ab 1. November 2014 ein neues Fahrzeug erwirbt, hat das RDKS gewöhnlich bereits eingebaut. Das System warnt den Lenker vor zu wenig Druck in einem oder mehreren Reifen.

"Diese Regelung macht Sinn, weil sie die Sicherheit erhöht. Die wenigsten Autofahrer achten auf den Luftdruck der Reifen in ihrem Fahrzeug", sagt ARBÖ-Experte Erich Groiss. Zu wenig Reifendruck birgt erhöhtes Unfallrisiko, verschleißt zudem die Reifen und führt zu mehr Spritverbrauch.
Derzeit beeinflusst das Fehlen oder der Defekt von Reifendrucksensoren im Fahrzeug die Betriebsgenehmigung nicht, sondern wird als "geringer Mangel" eingestuft. Nach Ablauf der Übergangsregel im Jahr 2017 wird allerdings kein "Pickerl" mehr ausgestellt und das Fehlen als "erheblicher Mangel" eingestuft.

Mehrkosten für die Autofahrer erwartet Groiss bis zum Ende der Übergangsfrist nicht, da der Einbau bei neu ausgelieferten Autos Sache der Hersteller ist und derzeit keine Nachrüstpflicht besteht. Aber auch jene, die ihre Winterreifen nach 2017 nachrüsten müssen, werden vermutlich glimpflich davonkommen. Groiss: "Bis zu der gesetzlichen Umsetzung werden die Systeme ein Massenprodukt sein. Wir rechnen nicht mit erheblichen Mehrkosten." Dennoch sind Autofahrer gut beraten, sich bei ihrem Autohändler über das System in ihrem Fahrzeug zu erkundigen.

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