NEOS: Abschaffung von Pensionsversicherungsbeiträgen in Teilpension geht zu wenig weit

Gerald Loacker: "Blockadepolitik der Sozialpartner und Koalition gehört beendet"

Wien (OTS) - "Der Pensionsbereich bleibt von Stillstand geprägt. Die Sozialpartner und die Regierungsparteien blockieren hier gezielt jede Reform - und das auf Kosten eines enkelfitten Pensionssystems und zu Lasten zukünftiger Generationen", zeigt sich NEOS Sozialsprecher, Gerald Loacker, ernüchtert über die stockenden Regierungsverhandlungen im Pensionsbereich. "Es wird nur an kleinen Schrauben gedreht, anstatt umfassende Reformen anzugehen. Die Streichung von Pensionsversicherungsbeiträgen beim Bezug einer Teilpension geht zu wenig weit. Das System würde sich konterkarieren. Denn bereits heute sind 28.000 Österreicherinnen und Österreicher neben ihrer Pension erwerbstätig und müssen trotzdem weiter Pensionsversicherungsbeiträge bezahlen. Diese Bürger_innen werden vom System gehänselt. Das gehört abgestellt.

Noch schlimmer empfindet Loacker den aktuellen Plan der Regierung, die Arbeit in der Teilpension beitragsfrei zu stellen: "Niemand wird es verstehen, dass in der Teilpension keine Beiträge in die Pensionsversicherung gezahlt werden, anschließend in der regulären Pension aber sehr wohl." Und weiter: "NEOS hat bereits einen Antrag auf Streichung von Pensionsversicherungsbeiträgen bei Erwerbstätigkeit und gleichzeitigem Bezug einer Pension gestellt. Dieser Antrag wurde - wie so viele unserer Reformvorschläge - vertagt - somit schubladisiert", zeigt sich Loacker enttäuscht. "Es muss alles daran gesetzt werden, Anreize für eine längere Erwerbstätigkeit zu setzen. Die Regierung aber blockiert. Wir NEOS fordern einen flexiblen Pensionsantritt mit angemessenen Zu- und Abschlägen. Ein Nachhaltigkeitsmechanismus, der die Entwicklung der Lebenserwartung im Pensionsantrittsalter abbildet ist unumgänglich. Schweden hat unter einer sozialdemokratischen Regierung gezeigt wie es geht -Österreich muss hier nachziehen, bevor es zu spät ist."

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