Christian Ragger: Hypo-Verkauf, der vier Jahre zu spät kommt

Während verlorener Zeit wurde viel Österreich-Geld vernichtet

Klagenfurt (OTS) - "Der Verkauf des Südosteuropa-Banknetzes der Hypo International an den US-Fonds Advent International und die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) kommt um Jahre zu spät", erklärt der Obmann der Kärntner Freiheitlichen LR Mag. Christian Ragger. Er erinnert daran, dass die EBRD bereits 2010 bei der Hypo in Südosteuropa mit eigenem Kapital einsteigen wollte. "Es ist eines der noch unbekannten skandalösen Kapitel des Hypo-Desasters, warum die Politik und das damalige Management dieses Anbot eines seriösen und potenten Interessenten ausgeschlagen haben".

Man hätte damit den Schaden für Österreich in Südosteuropa minimieren können. Mit den versierten Fachleuten der EBRD, die in Kroatien, Serbien und Bosnien über viel Know-how und Kontakte verfügen, wäre es wohl gelungen, Assets aus Not leidenden Krediten in Milliardenhöhe besser zu verwerten und den österreichischen Steuerzahler zu schonen. "Wollten bei der Hypo International manche verhindern, dass solche Fachleute der EBRD sich in Geschäftsvorgänge einschalten. Hätte die EBRD die lukrativen Interessen bestimmter Netzwerke gestört", so Ragger. Auch diese Fragen sollte der Hypo-Untersuchungsausschuss prüfen, zumal der jetzige Verkauf zeigt, wie sehr die EBRD noch immer an der Hypo Südosteuropa interessiert ist. Immerhin nimmt der amerikanischen Fonds die EBRD ins Boot, was die chronisch erfolglosen Hypo-Manager nach der Hypo-Verstaatlichung vereitelten.

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