Umweltdachverband fordert: gemeinnütziges Stiftungsrecht reformieren - zivilgesellschaftliches Engagement stärken

- UWD begrüßt Initiative der Bundesregierung und fordert rasche Umsetzung der Pläne

Wien (OTS) - Faymann und Mitterlehner müssen Attraktivität des Modells sicherstellen

Anlässlich der gestrigen Gründung des Bundes gemeinnütziger Stiftungen begrüßt der Umweltdachverband das Vorhaben der Bundesregierung, die längst überfällige Reform des gemeinnützigen Stiftungsrechtes noch in diesem Jahr auf Schiene zu bringen. "Dies entspricht dem Versprechen der Regierungspartner, das anlässlich des NGO-Gipfels im Frühjahr gegeben wurde", begrüßt Gerhard Heilingbrunner, ehrenamtlicher Präsident des Umweltdachverbandes, die aktuellen Entwicklungen.

Österreichisches Modell muss sich an Vorbildern Schweiz und Deutschland orientieren

Aus Sicht des Umweltdachverbandes sind für eine Reform des gemeinnützigen Stiftungsrechtes drei Aspekte wesentlich: Erstens muss die Einrichtung einer gemeinnützigen Stiftung einen eindeutigen Mehrwert bieten. Das heißt im Wesentlichen: wenig Bürokratie bei der Einrichtung einer derartigen Stiftung und klare steuerliche Vorteile für gemeinnütziges Engagement. Zweitens kann Österreich von den Erfahrungen Deutschlands und der Schweiz, die beide auf eine langjährige Tradition im Bereich des gemeinnützigen Stiftungswesens zurückblicken, lernen. Gemeinnütziges Stiften in Österreich muss mindestens so attraktiv sein wie in unseren Nachbarländern. Drittens:
Auch Umwelt- und Naturschutz müssen für das gemeinnützige Stiftungswesen in Österreich zentrale Handlungsfelder werden. "Wir wollen nicht wieder - wie es bei der Debatte um die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden der Fall war - zu Gemeinnützigkeitszwecken zweiter Klasse werden", begründet UWD-Geschäftsführer Michael Proschek-Hauptmann die Forderungen des Verbandes.
"Angesichts der vielen Austeritäts- und Krisenszenarien, die derzeit die öffentliche Diskussion dominieren, haben gemeinnützige Stiftungen das Potenzial, ,Österreich zum Blühen zu bringen', wie der Slogan des neuen Bundes gemeinnütziger Stiftungen lautet. Der Umweltdachverband fordert eine zügige und ambitionierte Umsetzung der Planungen", so Heilingbrunner und Proschek-Hauptmann abschließend.

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