AK Wien Vollversammlung 5: Keine Ladenöffnung in Wiener Tourismuszonen

Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Erholung müssen gewährleistet werden

Wien (OTS) - Die Vorstöße der Wiener Wirtschaftskammer zur Einführung einer Tourismuszone in Wien wurden nicht nur ohne rechtzeitige Einbindung der Kollektivvertragsparteien unternommen, sondern stoßen auch auf gravierende Bedenken. Zu befürchten ist eine lawinenartige Ausweitung der Sonn- und Feiertagsarbeit auf zahlreiche andere Branchen, so gestern die Vollversammlung der AK Wien.

Zudem ist verfassungsrechtlich völlig ungeklärt, wie eine Eingrenzung einer oder mehrerer solcher Zonen erfolgen könnte. Von einer solchen Regelung nicht erfasste Betreiber von Einkaufszentren oder einzelnen Handelsunternehmen könnten dann über Verfassungsbeschwerden versuchen, eine Ausweitung der Zone zu erreichen.

Auch die Vorgehensweise der Wiener Wirtschaftskammer ist abzulehnen, da der Vorstoß ohne die rechtzeitige Einbindung der Sozialpartner im Handel erfolgte. Die Einführung einer Tourismuszone ohne Absicherung für die Beschäftigten ist nicht vorstellbar, erklärt die Vollversammlung der AK Wien.

Zu bedenken ist auch, dass jegliche Sonn- und Feiertagsarbeit im Handel eine sehr große Anzahl an Beschäftigten - vorwiegend aber Frauen - trifft. Diese würden in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie in ihren Erholungsmöglichkeiten massiv eingeschränkt.

Weiters ist eine lawinenartige Ausweitung der Sonn- und Feiertagsarbeit auf zahlreiche andere Branchen zu befürchten. Daher spricht sich die Vollversammlung der AK Wien einstimmig gegen eine Ladenöffnung in Wiener Tourismuszonen aus.

Forts.

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