AK Wien Vollversammlung 2: Kaske gegen Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger

Wien (OTS) - In seiner Rede vor der Vollversammlung der AK Wien ging Präsident Rudi Kaske gestern auch auf die aktuelle Diskussion über eine mögliche Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger ein. Für Kaske hat die populistischen Wortmeldung des Wirtschaftskammerpräsidenten ihren Ursprung im Vorwahlkampf zu den Wirtschaftskammerwahlen. Dass Leitl nur mehr drei Versicherungen haben will, nämlich eine Krankenversicherung, eine Pensionsversicherung und eine Pflegeversicherung, lässt bei Kaske die Alarmglocken schrillen: "Die Wirtschaftskammer möchte damit durch die Hintertür eine Pflegeversicherung einführen, die sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer offenbar mit neuen Beiträgen und damit Belastungen selbst finanzieren sollen." Kaske tritt dafür ein, dass die Pflegeversorgung weiterhin solidarisch aus Steuermitteln finanziert werden muss. Der AK Präsident zitierte in seiner Rede auch eine Wifo-Expertin, die zu angeblichen Einsparungen durch eine Leistungsangleichung feststellte: "Sparsam wäre eine Angleichung der Kataloge nur, wenn nach unten gespart wird." Kaske: "Wir als ArbeitnehmervertreterInnen wollen keine Leistungsabsenkung für die Versicherten. Und dass in der Verwaltung der Sozialversicherung durch eine Fusion groß eingespart werden könnte, glaubt keiner der ExpertInnen, die sich bei den Sozialversicherungen auskennen. Denn die Kassen arbeiten bereits jetzt äußerst sparsam, im Bereich der Krankenkassen kommen von 100 Euro fast 98 den Versicherten zugute."

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