VP-Leeb: Das Protokoll des Scheiterns rot-grüner Kulturpolitik am Beispiel VBW

Wien (OTS) - "Es ist schlicht atemberaubend, was derzeit von Rot und Grün als Zukunftskonzept der Vereinigten Bühnen Wien der Öffentlichkeit verkauft wird. Es widerspricht allen Ankündigungen, die der grüne Kultursprecher Klaus Werner-Lobo und Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny noch zu Beginn dieses Jahres getätigt haben", so die Reaktion von ÖVP Wien Kultursprecherin GR Isabella Leeb.

Die Aussagen der rot-grünen Regierung waren in diesem Punkt eindeutig: Die Vereinigten Bühnen sollten ab 2016 mit 37 Millionen Euro Subvention auskommen. Wie dies zu bewerkstelligen sei, sollte durch ein von Dr. Drozda vorzulegendes Reformpapier festgelegt werden. Dieses Papier wurde trotz mehrfacher Ankündigung niemals präsentiert. Wenn man die jetzigen Pläne betrachtet, wird man den Eindruck nicht los, dass man das entweder nicht konnte oder niemals ernsthaft vor hatte.

Isabella Leeb weiter: "Die Ansagen von Rot und Grün über die zukünftige Festlegung der dauerhaften Erhöhung der Subventionsmittel der Vereinigten Bühnen Wien gleichen einem Offenbarungseid und belegen die Unfähigkeit und den Unwillen zu einer ernsthaften Reform der VBW. Die seit Jahren schwelenden Probleme werden nicht gelöst sondern prolongiert und hinausgeschoben."

Zuerst gehören die Ziele und die Strategie festgelegt, danach kann man sich passende Strukturen überlegen. Jetzt per Ausschreibung einen "Wunderwuzzi" zu suchen, der diese Aufgaben für die politisch Verantwortlichen gleich mitübernimmt, kommt einer kulturpolitischen Selbstaufgabe von Rot-Grün gleich. Frei nach dem Motto: Wir wissen zwar nicht, wohin wir fahren, aber mit einem neuen Chauffeur sind wir garantiert schneller dort!

Auch die Ankündigung einer Erhöhung von 1,5 Millionen Euro für die "Freie Szene" darf ohne weiteres als Augenauswischerei bezeichnet werden. Niemand weiß heute, wie wenig der freien Szene tatsächlich zur Verfügung steht. Über die Theaterjury werden jedenfalls lediglich 2,5 Millionen Euro vergeben. Und selbst wenn man die kolportierten 25 Millionen Euro hernimmt, die den freien Theatern jährlich zur Verfügung stehen, so zeigt das lediglich die tatsächliche Schieflage der Budgettöpfe. Alle freien Theater mit ihren ca. 3500 Beschäftigten müssen demnach also mit 60% dessen auskommen was alleine den Vereinigten Bühnen mit 700 Angestellten zur Verfügung steht.

"Wir werden Gelegenheit haben, über die Vereinigten Bühnen Wien in der Budgetdebatte ausführlich zu diskutieren. Klar ist aber, dass der aktuelle Beschluss von der ÖVP mangels jeglichen ernsthaften Lösungsansatzes der Misere rund um die VBW nicht mitgetragen werden wird. Gehen sie zurück an den Start und legen sie ein ernsthaftes Sanierungs- und Zukunftskonzept vor, anstatt mit Ablenkungsmanövern und Almosen an die freie Szene Theaterdonner zu verbreiten", so der abschließende Appell der ÖVP Wien Kultursprecherin.

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