Die "Soko Donau" feiert Jubiläum

Start der zehnten Staffel des ORF-Krimiserienhits am 25. November in ORF eins

Wien (OTS) - 6.000 Minuten, 139 Folgen, neun Jahre - und immer noch schwimmt sie auf der Erfolgswelle: Die Rede ist von der "Soko Donau", für die demnächst ein großes Jubiläum ins Haus steht. Denn am 25. November (jeweils Dienstag um 20.15 Uhr in ORF eins; auch als Hörfilm) startet eine der beliebtesten ORF-Serien in die zehnte Staffel. Wo sonst Verbrecher vernommen und Bösewichte verhört werden, fand gestern, am Dienstag, dem 28. Oktober 2014, unter Anwesenheit von u. a. ORF-Fernsehfilmchef Dr. Heinrich Mis und Produzent Heinrich Ambrosch ein Presse-Abendessen statt. Am Drehort "Wache" erzählten Gregor Seberg, Stefan Jürgens, Lilian Klebow, Dietrich Siegl und Helmut Bohatsch, wie es in den 16 neuen Folgen weitergeht. Bis dahin stehen am 4. und 11. November übrigens noch zwei neue Fälle der neunten Saison auf dem Programm.

ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner: "Starke Charaktere in einem familiär anmutenden Umfeld, eingebettet in ein klar definiertes Setting"

"Die Produzenten und kreativen Köpfe hinter 'Soko Donau' pflegten über alle Staffeln das Format stringent und entwickelten dabei die Hauptprotagonisten zu starken und klar definierten Charakteren. Vor und hinter der Kamera ist ein Zusammengehörigkeitsgefühl spürbar, ein familiär anmutendes Umfeld, das sich auch in die Story überträgt. So entstanden eindeutige individuelle Erkennungsmerkmale und neben den spannenden Geschichten ein Mehrwert, den unser Publikum so schätzt und 'Soko Donau' auch international erfolgreich macht. Wien und die Regionen entlang der Donau stellen dazu noch ein erkennbares Setting dar. Auch dieses abwechslungsreiche, aber definierte Alleinstellungsmerkmal ist für den Erfolg dieses Formats mitverantwortlich. Unserem Publikum wünsche ich spannende und unterhaltsame TV-Momente mit der neuen Staffel und bedanke mich für seine Treue."

Die Original-"Karpfenkieberer": Siegl, Klebow, Bohatsch, Wohlfart und Matic

Neun Jahre lang sagen die "Karpfenkieberer", wie sie vom Volksmund liebevoll genannt werden, dem Verbrechen nun schon den Kampf an und sorgen in, um und entlang der Donau für Recht und Ordnung. 2005 ging die erste Folge des zweiten Spin-offs der erfolgreichen ORF/ZDF-"Soko"-Krimireihe on air. Seit dem Serienstart im "Soko Donau"-Kernteam dabei sind Dietrich Siegl als Chef der Truppe, Oberst Otto Dirnberger, Lilian Klebow als Revierinspektorin Penny Lanz, Helmut Bohatsch als Kriminaltechniker Franz Wohlfart sowie Paul Matic als Staatsanwalt Dr. Seiler.

Lilian Klebow: Von der Penny in den gelben Ballerinas zur g'standenen Frau

Die Dreharbeiten zur zehnten Staffel gingen dieser Tage zu Ende. Wie es sich nach so vielen Jahren anfühlt, an den Set zu kommen? "Es ist für mich wie der Aufenthalt in einem sehr guten Theaterensemble, wo du alles ausprobieren darfst und dich so gut kennst, dass du dich miteinander immer wieder weiterbringen kannst. Wir sind zusammengewachsen wie eine Großfamilie, schätzen uns alle sehr, wissen, was wir können, und kennen die Stärken und Schwächen der anderen - und das macht es einem oft unglaublich leicht, miteinander zu spielen. Und ich bin sehr dankbar darüber, dass meine Figur sehr viel wachsen durfte. Wenn ich mich an die erste Penny in ihren gelben Ballerinas und ihrem Rock zurückerinnere, freue ich mich darüber, welch g'standene Frau aus ihr geworden ist. Deshalb macht es mich auch stolz, dass man mir immer wieder vertraut hat, mir so großartige Fälle zu schreiben. Penny im Wasser, Penny in Fesseln - gerade dieses Jahr bin ich so an meine Grenzen gebracht worden, dass sich über das, was ich spielen durfte, Angelina Jolie gefreut hätte, und die hat schon viel Action gedreht."

Langweilig ist es jedenfalls auch nach zehn Jahren nicht: "Wenn ich mir die Fotos so anschaue, weiß ich gar nicht, wo die Zeit vergangen ist. Aber ich finde es schön, dass die Zuschauer uns so lieben, uns das Publikum so gern sehen will und wir diesen Erfolg genießen dürfen. Und nein, es ist nicht langweilig, zehn Jahre lang dieselbe Rolle zu spielen. Es ist total spannend, weil du immer wieder neue Aspekte findest. Und wie unser Kameramann sagt: 'You are somebody's family.'" Was Klebow an Penny besonders schätzt? "Sie ist die ein bisschen mutigere Version von mir, sie geht an Grenzen, an die ich nie gehen würde. Sie ist die Frau, die allein losgeht, das Gute will und dafür ihr Leben riskiert. Das ist schon auch ein bisschen das, wovon Lilian träumt. Was mir ein bisschen unheimlich an ihr ist, ist die Tatsache, sich jeden Tag mit Mord und Totschlag auseinanderzusetzen. Mein Großvater war selbst Kommissar bei der Mordkommission in München, und ich glaube, das ist nie spurlos an ihm vorübergegangen. Das nimmt man schon auch mit nach Hause. Ich weiß nicht, wie es Penny schafft, sich davon zu distanzieren einerseits und sich in einer solchen Männerdomäne hochzuarbeiten andererseits."

Gregor Seberg: "Ich habe einen Mann und eine Frau ersetzt"

Gregor Seberg verstärkt das Team seit 2006 (Staffel 2) als Oberstleutnant Helmuth Nowak. "Ich bin erst später eingestiegen und habe dann einen Mann und eine Frau ersetzt, denn die Rolle, die ich jetzt spiele, hat sich zusammengesetzt aus einem Mann und einer Frau", denkt Seberg schmunzelnd an die Anfänge zurück. Mit welchen Gefühlen er nun der zehnten Staffel begegnet? "Es ist ein bisschen wie Heimkommen, weil man das Team kennt. Und wir haben den absoluten Luxus, immer wieder über etwas jammern zu können, was wir machen wollen." Was Seberg an seiner Rolle schätzt? "Ich mag, dass sich Nowak hinter einer Schlitzohrigkeit, Faulheit oder Einfältigkeit versteckt, dass er jemand ist, der nichts zu denken scheint, aber ganz genau weiß, worum es geht, der sich manchmal ein bisschen blöd stellt, um Zeit zu gewinnen." Ob es für Seberg auch etwas gibt, das ihm an der Figur fremd ist? "Ich verstehe nicht, warum er sich keinen anderen Schneider sucht. Und dann kommen wir auch gleich zum Friseur." Und weiter geht es mit einem Augenzwinkern zum Thema Stimmung am Set: "Nichts ist schöner, als wenn wir gemeinsam und unter uns drehen. Denn dann können wir den anderen stören und hinter der Kamera die grausamsten Gesichter machen. Das hält einen einerseits am Leben und andererseits sind wir wahrscheinlich einfach so, ziemlich basiskindisch. Und das hat sich hier so gefunden. Wenn jemand neu dazukommt, will er wahrscheinlich gleich wieder weg. Es ist zwar der offenste Kreis, den ich kenne, aber untereinander können wir auch irrsinnig gemein, hinterhältig und verletzend sein - doch weil man ja damit rechnet, tut es einem nicht weh, sondern man freut sich schon darauf, dass man Rache nehmen darf."

Ribarski als kleiner und großer Bruder von Jürgens

Stefan Jürgens ist seit 2007 (Staffel 3) als Major Carl Ribarski an Bord der "Soko Donau": "Was ich nach wie vor an ihm mag, ist seine Kompromisslosigkeit, diese Fähigkeit, sich gegen bestehende oder auch nicht nachvollziehbare Situationen zu behaupten, ungeachtet der Konsequenzen. Das ist etwas, was mir sehr wichtig ist, weil es einerseits zum Charakter der Figur gehört und andererseits auch die Spannung zum Team ausmacht. Das ist eine grundsätzliche Haltung, die zu Konflikten führen und ihre Konsequenzen haben kann, die aber sehr spannend und wichtig erscheinen, weitererzählt zu werden." Über mögliche Parallelen und Unterschiede zwischen Jürgens und Ribarski? "Ribarski ist jünger als ich, deshalb manchmal mein kleinerer Bruder. Manchmal aber auch mein größerer Bruder, weil er manche Dinge etwas cooler angeht, wo ich nicht so mutig wäre wie er. Was mir fremd ist bzw. wo ich auf einem anderen Weg bin und eine andere Lebensphilosophie habe, ist dieses Unstete. Er ist nach wie vor in gewisser Weise eine provisorische Figur. Ribarski ist zwar seit sieben Jahren in Wien, aber behauptet nach wie vor, ein Durchreisender zu sein, hat sich noch nicht entschieden, wo er hin will. Das hat aber nichts mit einer fehlenden Perspektive nach vorne zu tun, sondern mit der Wurzelhaftigkeit in die Vergangenheit hinein. Wir haben in den sieben Jahren schon einiges über diese Figur erfahren - und das ist eine Biografie, die ich nicht anstrebe und von der ich glücklicherweise sagen kann, dass sie nicht meine ist."

Wie es hinter den Kulissen aussieht? "Ich bin nach sieben Monaten Drehzeit nun dabei, meine neue Tour vorzubereiten, die im November beginnt - und für mich ist es, wie von einer Rock-'n'-Roll-Band in die nächste zu steigen. Und das ist auch meine Liebesbezeugung an diese Truppe hier. Es ist Rock 'n' Roll. Wir behaupten uns unsere gute Laune und Leistungsfähigkeit auch mit Hilfe von sehr wilden Albernheiten und Verrücktheiten. Nicht immer ganz der Norm zu entsprechen finde ich einfach unglaublich wichtig. Zwischen der Professionalität gibt es viele Grautöne, die wir uns bis heute und bis ans Ende bewahren werden."

Die zehnte Staffel - behind the scenes

Unter den Opfern, Tätern und Verdächtigen sind ab 25. November u. a. Peter Faerber, Christoph von Friedl, Michou Friesz, Fiona Hauser, Xaver Hutter, David Miesmer, Michael Rastl, Anna Rot, Olivia Silhavy, Fanny Stavjanik und Oliver Stokowski. Regie bei diesen in Wien, Nieder- und Oberösterreich gedrehten Folgen führten wieder Erhard Riedlsperger, Holger Barthel und Holger Gimpel sowie erstmals Olaf Kreinsen. Die Drehbücher stammen von Axel Götz, Sascha Bigler, Stefan Brunner, Max Gruber, Renate Ziemer, Sarah Wassermair, Jacob Groll, Sönke Lars Neuwöhner und Natalia Geb.

Mehr zu den Folgeninhalten ist online unter http://presse.ORF.at abrufbar.

"Soko Donau" ist eine HD-Koproduktion von SATEL FILM und ALMARO in Zusammenarbeit mit ORF und ZDF, hergestellt mit Unterstützung des Fernsehfonds Austria, des Filmfonds Wien und der Länder Niederösterreich und Oberösterreich.

"Soko Donau" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand und auch als Live-Stream abrufbar.

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