Walser zum Tod von Erika Weinzierl: Sie war eine Lichtgestalt der österreichischen Zeitgeschichtsschreibung

Österreich verdankt ihr ein bedeutendes Stück an Aufarbeitung von Austrofaschismus und Nationalsozialismus

Wien (OTS) - "Erika Weinzierl hat Generationen von HistorikerInnen geprägt und damit auch maßgeblich zu einer Modernisierung des österreichischen Geschichtsunterrichts beigetragen", kommentiert der Grüne Bildungssprecher, Harald Walser, betroffen die Nachricht vom Ableben von Universitätsprofessorin Erika Weinzierl.

Weinzierl sei durch ihren kritischen Ansatz in der Thematisierung der dunkelsten Kapitel der österreichischen Geschichte, der Zeit zwischen 1933 und 1945, zwar immer wieder auf Widerstand gestoßen, habe ihren antifaschistischen Weg jedoch unabhängig und beharrlich weiterverfolgt. Österreich verdanke ihr in bedeutendem Ausmaß jene wissenschaftlichen Anstöße und Grundlagen, die zur Aufarbeitung von Austrofaschismus und Nationalsozialismus unabdingbar waren. "Damit war sie besonders in den 1960er- und 1970er-Jahren eine Lichtgestalt in der Zunft der österreichischen HistorikerInnen und hat auch über unsere Landesgrenzen hinaus verdiente Anerkennung erhalten."

"Ich verneige mich vor einer großen Frau und Historikerin für ihre Verdienste um unsere Republik", schließt Walser.

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