Seilbahnwirtschaft: Höchste Kundenzufriedenheit trotz schwieriger Rahmenbedingungen

Wintersaison 2013/14 trotz geringer Schneelage mit 1,2 Mrd.Euro Umsatz - heuer mehr als 500 Mio. Euro für Sicherheit, Komfort und Beschneiung investiert

Wien (OTS) - Mit dem Beginn der neuen Skiweltcupsaison in Sölden fällt auch für die österreichischen Seilbahnunternehmen der Startschuss in die neue Saison 2014/15, gleichzeitig ziehen sie Bilanz über den vergangenen Winter. Für den Obmann des Fachverbandes der Seilbahnen Österreichs in der Wirtschaftskammer Österreich, Franz Hörl, zeigt der vergangene Winter nicht nur die Herausforderungen, sondern vor allem auch die Stärken der heimischen Branche.

"Die Ausgangslage mit geringen Schneemengen und warmen Temperaturen war alles andere als ideal. Dennoch zeigt sich, dass das Angebot in Österreich attraktiv ist und sich im Vergleich zu anderen Standorten durchsetzen kann", so Hörl. Die aktuellen MANOVA-Ergebnisse zur Bilanz der österreichischen Seilbahnen in der Saison 2013/14 zeigen:
Bei 50,8 Millionen Ersteintritten erzielten die Betriebe der österreichischen Seilbahnwirtschaft einen Umsatz von rund 1,2 Milliarden Euro (minus 2,8 % gegenüber dem Vorjahr).

Obwohl die Seilbahnunternehmen einen guten Start in die Saison 2013/14 hingelegt hatten, konnten sie während der restlichen Saison auf Grund der extremen Wettersituationnicht mehr an diese guten Ergebnisse anschließen. "Besonders in dieser Situation haben sich die Stärken der heimischen Seilbahnunternehmen am deutlichsten gezeigt", betont Hörl. Ausschlaggebend dafür seien vor allem die vorausschauenden Investitionen. "Neben der Attraktivität von Anlagen und Infrastruktur ist es vor allem der Grad der technischen Beschneiung, die Österreich auch bei solchen Bedingungen zum Top-Standort macht", erklärt der Seilbahnobmann.

Gästezufriedenheit auf neuem Rekordniveau

Trotz der schwierigen Bedingungen in der Saison 2013/14 zeigt ein Blick auf SAMON, den langjährigenKundenorientierungsmonitor, die besten Werte in Bezug auf die Kundenzufriedenheit seit Einführung derGästebefragung von MANOVA vor über 10 Jahre. Die Zufriedenheit mit Seilbahnen und Liften lag bei einem Mittelwert von 1,84 (Skala:
1=äußerst begeisternd, 6=eher enttäuschend), und auch das Skigebiet allgemein konnte im vergangenen schneearmen Winter mit besten Wertenpunkten (Mittelwert: 1,90).

Auch mit den Pistenverhältnissen zeigen sich die Gäste im letzten Winter mit einem Mittelwert von 1,83 sehr zufrieden. Trotz der Beeinträchtigungen durch ungünstige Schneeverhältnisse fühlte sich lediglich ein Viertel der Besucher eingeschränkt. Der Großteil (77 %) gab sogar an, dennoch zufrieden gewesen zu sein.

Erneut hohe Investitionen in Sicherheit, Komfort und Beschneiung

Auch für die kommende Wintersaison zeigen sich die heimischen Seilbahnunternehmen erneut investitionsfreudigund verfolgen weiterhin das klare Ziel, nachhaltig und standortsichernd zu agieren. Insgesamt werden laut aktueller Hochrechnung 539 Mio. Euro für Sicherheit, Komfort und Qualität der Anlagen (256,8 Mio Euro), fürBeschneiung (131,8 Mio. Euro) und sonstige Modernisierungen (150,5 Mio. Euro), wie etwa Zutrittssysteme, Pistengeräte, Gastronomie u.a.,aufgewendet. Die Liste der Neuerungen ist lang, und auf die Gäste warten dabei wieder spannende Projekte und damit verbunden ein weiteres Qualitätsplus.

Seit dem Jahr 2000 haben die österreichischen Seilbahnenrund 7 Mrd. Euro in die Sicherheit, Modernisierung und den Komfort von Anlagen sowie in dieBeschneiungstechnik investiert.

"Damit liegt die heimische Branche deutlich vor den Kollegen im benachbarten Ausland und den unmittelbaren Mitbewerbern. Das Ergebnis ist einerseits eine sehr hohe Kundenzufriedenheit - derzeit gibt es für österreichische Skigebiete eine Weiterempfehlungsrate von knapp 90 Prozent - und andererseits ein unverändert sportliches und für den Wintersport begeisterungsfähiges Publikum. Noch immer kommen zwei Drittel der Winterurlauber wegen desSkifahrens nach Österreich", freut sich der Seilbahnobmann.

Erfolgskurs der österreichischen Seilbahnen fortsetzen

Für Hörl steht fest, dass die heimische Seilbahnbranche bereits vor langem den richtigen Weg eingeschlagen habe und damit beim Gast unverändert erfolgreich sei. "Mit dem Topzustand der Hardware erfüllen wir die Anforderungen der Kunden im höchsten Maße und können damit gegenüber dem Mitbewerb punkten. Nur so sind wir auch in der Lage, ungünstige Rahmenbedingungen, wie etwa die warmen Temperaturen im vergangenen Winter, abzufedern."

Die heimischen Seilbahnen bleiben damit, was sie bis heute sind:
"Verlässliche Tourismusmagnete und stabile Wertschöpfungsmotoren in unseren ländlichen Regionen. Mit einem Wertschöpfungsfaktor von bis zu 6,6 sind unsere Betriebe maßgeblich an funktionierenden regionalen Wirtschaftssystemen beteiligt. Wenn aus jedem von den Seilbahnen erwirtschafteten Euro bis zu 6,6 Euro in der Region werden, zeigt das die enorme Bedeutung der Branche für den Lebens- und Wirtschaftsraum", so Hörl, der auch Kritikern einmal mehr den Spiegel vorhält. "Österreichs Ressourcen sind nicht grenzenlos, wir müssen uns im strengen Wettbewerb noch mehr auf unsere Stärken fokussieren. Viele Branchen, auch im produzierenden Bereich, können bei ungünstigen Rahmenbedingungen abwandern und werden dies unter Umständen auch weiterhin tun. Was hingegen hier bleibt, sind in jedem Fall unsere Berge und damit der Wintertourismus. Dieses Potenzial kann uns auch in Zukunft keiner nehmen", so Hörl. (PM)

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