• 24.10.2014, 14:49:24
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2. Tag der niederösterreichischen Lehrlingsausbildung der AKNÖ

AKNÖ-Vizepräsident Horst Pammer: "Die Qualität der Lehrausbildung ist wichtig, um den Zukunftsstandort Österreich zu sichern"

Utl.: AKNÖ-Vizepräsident Horst Pammer: "Die Qualität der
Lehrausbildung ist wichtig, um den Zukunftsstandort Österreich
zu sichern" =

Wien (OTS/AKNÖ) - Beim 2. Tag der NÖ Lehrlingsausbildung der AKNÖ in
der Firma Geberit in St. Pölten haben sich ExpertInnen,
InteressenvertreterInnen, Jugendliche und Bundesminister Rudolf
Hundstorfer mit dem Thema "Jugendliche zwischen Problemfall und
Hoffnungsträger" auseinandergesetzt. AKNÖ-Vizepräsident Horst Pammer
plädiert für frühzeitige Information für Eltern und Jugendliche und
kündigt an, dass die Angebote der niederösterreichischen
Arbeiterkammer ausgebaut werden.

"Jetzt wird es ein bisschen laut", beginnt ein Lehrling der Firma
Geberit. Mit einer Betriebsführung hat bereits zum zweiten Mal der
Tag der niederösterreichischen Lehrlingsausbildung der AKNÖ begonnen.
Die Lehrlinge haben die knapp 100 TeilnehmerInnen durch die großen
Hallen des Unternehmens geführt. "Wir sehen die Jugend als Chance",
steht für Heinz Amberger, Ausbildungsleiter der Firma Geberit, fest.
"Das Schöne in dem Betrieb ist, dass es keinen Grund für
Zukunftsängste gibt", sagt Geberit-Lehrling Kerstin Kuntner.

Hoher Druck fordert frühe Unterstützung

Jugendkulturforscherin Beate Großegger ortet großen Druck auf junge
Menschen. In Zeiten der Krise bröckeln Sicherheiten in der
Arbeitswelt ab, die Anforderungen am Arbeitsmarkt verändern sich
immer schneller. "Die Leistungsmotivation der Jugendlichen ist
dennoch überdurchschnittlich hoch. Diese kann sich aber sehr schnell
in Frustration umwandeln, wenn das Arbeitsumfeld nicht passt", so
Großegger. "Umso wichtiger ist es, frühzeitig Informationen zur
Verfügung zu stellen. Die Berufsorientierungsangebote müssen
ausgebaut und bereits ab der 7. Schulstufe eingeführt werden. So
können wir Jugendliche in ihrer Entscheidungsfindung früh unter die
Arme greifen", fordert AKNÖ-Vizepräsident Horst Pammer.

Image der Lehre verbessern

"Wir müssen am Image der Lehre arbeiten", stellt der
AKNÖ-Vizepräsident bei der anschließenden Podiumsdiskussion fest. Das
ergibt auch eine Studie, die die niederösterreichische Arbeiterkammer
gemeinsam mit den Sozialpartnern durchgeführt hat. "Eine Lehre hat
den gleichen Stellenwert wie eine AHS-Oberstufe. Denn eine
hochqualitative Facharbeit ist ebenso wichtig", bekräftigt auch
Bundesminister Hundstorfer. Um einem drohenden Fachkräftemangel
entgegen zu wirken, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales
unterschiedliche Maßnahmen, wie beispielsweise das Jugendcoaching
initiiert.

Informationsangebote ausbauen

"Vor allem LehrerInnen und Eltern haben ein schlechtes Bild von der
Lehrausbildung. Das liegt in erster Linie am Mangel an Informationen.
Denn die befragten Lehrlinge berichten überwiegend von positiven
Erfahrungen", erklärt AKNÖ-Lehrlingsexperte Robert Hörmann. Die
Arbeiterkammer veranstaltet zweimal jährlich die Bildungs- und
Jugendmesse Zukunft.Arbeit.Leben, um diesem Informationsdefizit
entgegen zu wirken. Der nächste Elterntag findet am 8. November in
Bad Vöslau statt. "Wir wollen aber unsere Angebote in Kooperation mit
den Sozialpartnern und dem Ministerium noch weiter ausbauen", kündigt
Pammer an.

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