FPÖ-Belakowitsch-Jenewein: Neues Ärzteausbildungsgesetz ist Pfusch!

"Die Lehrpraxis ist zu kurz, die Finanzierung offen. Jeder Häuslbauer weiß, dass er ohne Finanzierung nicht bauen kann. Die Regierung macht es umgekehrt - zu Lasten der Jungärzte."

Wien (OTS) - "Die Grundidee des neuen Ärzteausbildungsgesetzes, mehr Jungmediziner im Land zu halten, ist ehrenwert, aber abgesehen davon ist die Durchführung - wie leider so oft - Pfusch", betont heute die freiheitliche Gesundheitssprecherin und Vorsitzende des parlamentarischen Gesundheitsausschusses, NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein. So seien etwa Finanzierungsfragen noch völlig offen und die Lehrpraxis zu kurz angesetzt. Die FPÖ habe dem neuen Gesetz nicht zugestimmt.

Statt nur sechs Monaten Lehrpraxis hätte man gleich Nägel mit Köpfen machen und zwölf Monate - in Deutschland sind es sogar 24 - einführen müssen. Und selbst diese sechs Monate seien nicht gesichert: Denn die Finanzierung sei höchst unsicher, Verhandlungen mit allen Bundesländern und Sozialpartnern stünden noch aus. "Das ist Pfusch der Sonderklasse! Jeder Häuslbauer weiß, dass zuerst die Finanzierung stehen muss und dann erst gebaut werden kann. Nur die Regierung macht es umgekehrt und riskiert damit, dass junge Ärzte um ein paar hundert Euro im Monat arbeiten müssen", kritisiert Belakowitsch-Jenewein.

Die Regierung habe das Problem des Ärztemangels zwar endlich erkannt, bekämpfe es leider zum einen nur halbherzig, zum anderen sogar mit falschen Mitteln: "Statt für unsere jungen Ärzte für Rechtssicherheit und eine entsprechende Bezahlung zu sorgen und so den Beruf attraktiver zu machen, holt sich die Regierung dann einfach Ärzte aus Asien oder Afrika. Denn die Zulassung zur ärztlichen Tätigkeit ist mit dem neuen Gesetz nicht mehr an die österreichische Staatsbürgerschaft, die eines EU-Mitgliedslands oder einer EWR-Vertragspartei gebunden. Das ist eindeutig der falsche Weg", so Belakowitsch-Jenewein.

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