Ärzetausbildung - Stronach/Franz: Allgemeinheit soll für Lehrpraxis aufkommen

Lehrpraxis - eine gescheite Sache im Sinne der Ärzte und der Patienten

Wien (OTS) - "Endlich gibt es eine Reform der Ärzteausbildung, auch wenn das Gesetz noch Entwicklungspotential hat und es Kritikpunkte gibt. So müssen wir darauf drängen, dass die Lehrpraxen auch ordentlich finanziert werden! Es kann nicht sein, dass die niedergelassenen Ärzte die jungen Kollegen bezahlen müssen, wo diese doch nur eine befristete Zeit in der Praxis arbeiten und dann für die Allgemeinheit zur Verfügung stehen; deshalb ist es nur gerecht, wenn auch die Allgemeinheit, also die Krankenkassen, verpflichtet sind, die Jungärzte zu bezahlen", stellte Team Stronach Gesundheitssprecher Dr. Marcus Franz in seinem Debattenbeitrag über die Ärzteausbildungsreform fest. Er lobte das Modell der Lehrpraxis als "eine gescheite Sache im Sinne der Ärzte und der Patienten." Denn in den Spitälern würden die jungen Ärzte hauptsächlich als "Systemerhalter" eingesetzt, die nur niederere Tätigkeiten verrichten dürften und von Glück reden könnten, wenn ein engagierter Oberarzt sie einmal auf Visite mitnehme.

Als verunglückt bezeichnete Franz wiederum den Begriff der Primary Healthcare, bei der es sich nur um eine neuenglische Etikettierung von Dingen handle, "die wir ohnehin seit ewigen Zeiten machen; Praktiker und Internisten leisten immer schon Primärversorgung", betonte der Abgeordnete und Mediziner Franz. Genauso sollte anerkannt werden, dass die Hauptverantwortung nun einmal die Ärzte tragen, weshalb sie unterstützt werden sollten und die Ausbildung weiter gefördert.

Problematisch an diesem Gesetz sei der Passus über "das Erlernen der 15 häufigsten Krankheiten. Das ist so, als ob ein Zahnarzt nur das Oberkiefer lernen würde", machte Franz aufmerksam und mahnte: "Es gibt auch Menschen mit seltenen Krankheiten und diese wollen ebenso behandelt werden! Hier muss beim Gesetz nachgebessert werden!"

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