JW-Rohrmair-Lewis: "Erster kleiner Schritt zur Entbürokratisierung"

Junge Wirtschaft erfreut über Debatte zur Entbürokratisierung, pocht aber auf umgehende Umsetzung der unzähligen Expertenvorschläge

Wien (OTS/PWK721) - "Die gestrige Nationalratsdebatte und der einstimmige Entschließungsantrag zum Bürokratieabbau sind positive Signale für die heimischen Unternehmer. Endlich ist den politischen Entscheidungsträgern klar geworden, dass die überbordende Bürokratie Wachstum, Innovation und Jobs vernichtet. Dabei muss aber auch klar sein: Diesem Schritt müssen viele weitere in diese Richtung folgen. Denn auf dem Weg zu einem schlanken, effizienten Staat ist noch viel zu tun", so Herbert Rohrmair-Lewis, Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft (JW). Die JW pocht daher auf die rasche Umsetzung der unzähligen Expertenvorschläge zum Thema Bürokratie-Abbau.

"One-Stop-Agency" für Gründungen verwirklichen Dazu zählen ganz besonders die im Entschließungsantrag angesprochenen Maßnahmen zur Modernisierung der Verwaltung. Die JW fordert deshalb einmal mehr in einem ersten Schritt die Abschaffung der Pflichtveröffentlichung in der Wiener Zeitung zugunsten einer Online-Veröffentlichung sowie die Beseitigung der Notariatsaktpflicht. Ebenso sollen die 90 WKÖ-Gründerservice-Stellen die Kompetenz zur Übermittlung der Firmenbuchanträge erhalten und so das Prinzip einer "One-Stop-Agency" für Gründungen verwirklicht werden. Damit wird nicht nur der bürokratische Aufwand für Gründer weniger, sondern auch die gesamte Wirtschaft profitiert: Jedes neugegründete Unternehmen schafft nämlich bereits im ersten Betriebsjahr im Durchschnitt 2,4 Arbeitsplätze.

"In all diesen Bereichen kann die stärkere Forcierung von E-Government, zum Beispiel durch Beglaubigung über die elektronische Signatur, wesentlich zum Bürokratieabbau beitragen", greift Rohrmair-Lewis einen der gestern im Nationalrat diskutierten Punkte auf.

Bürokratie: Beispiele aus dem Unternehmeralltag Wie dringend ein Gegensteuern der Politik gegen eine ausufernde und lähmende Bürokratie ist, zeigen viele dokumentierte Beispiele aus dem Alltag der Unternehmer. So müssen Mitarbeiter eines Betriebes z.B. vor dem Einsetzen von Druckpatronen in Laserdrucker ein Sicherheitsdatenblatt unterschreiben, wonach sie zusichern, die Druckpatronen nicht zu trinken. Ein anderes absurdes Beispiel: Ein Jungunternehmen konnte keinen sechsten Mitarbeiter einstellen, weil die entsprechenden Büroräumlichkeiten um 16cm zu klein waren.

"Im Durchschnitt wenden Jungunternehmer 8,35 Stunden pro Woche für bürokratische Arbeiten auf. Das frisst Ressourcen, die anderswo sinnvoller eingesetzt werden können", verweist der JW-Bundesvorsitzende auf eine Umfrage unter 1.100 heimischen Jungunternehmen. "Besonders fatal und ärgerlich ist es aber, wenn überbordende Bürokratie den Ausbau eines Betriebes und die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen verhindert." (PM)

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