Töchterle: Professionelle Weiterentwicklung der Ärzteausbildung am aktuellen Stand der Wissenschaft und im Sinne der Patienten

ÖVP-Wissenschaftssprecher unterstreicht dringenden Reformbedarf betreffend Hausapotheken

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Eine professionelle Weiterentwicklung der Ärzteausbildung - am aktuellen Stand der Wissenschaft und Forschung sowie im Sinne der Patientinnen und Patienten", sieht ÖVP-Wissenschaftssprecher Dr. Karlheinz Töchterle in der heute dem Nationalrat zum Beschluss vorgelegten neuen Ärzteausbildung. "Wichtig ist, dass wir die in Österreich wirklich exzellente medizinische Forschung in alle Teile der Ausbildung bringen", bekräftigte Töchterle die hervorragende Arbeit an den Medizinischen Universitäten sowie Forschungseinrichtungen, etwa im Bereich der "Life sciences". Neben der qualitativ hochwertigen Ausbildung gehe es aber auch um eine Attraktivierung des Berufsbildes, um vor allem die Abwanderung von Ärzten ins Ausland zu stoppen sowie eine bessere Verteilung innerhalb Österreichs zu erreichen.

Die neue Ausbildung umfasst eine verpflichtende zumindest sechsmonatige Lehrpraxis - ein wichtiger Schritt, um die gelernte Theorie unter fachkundiger Anleitung in der Praxis umzusetzen. Weiters soll damit auch gelingen, dass der niedergelassene Bereich wieder attraktiver wird für künftige Ärzte, kämpfen doch viele Regionen mit Nachwuchssorgen. Um eine flächendeckende Versorgung auch künftig sicherstellen zu können, bedarf es sicher noch weiterer Schritte, etwa auch was die Hausapotheken niedergelassener Ärzte betrifft, wo es laut Töchterle einer "dringenden Reform" bedarf. "Im Sinne der Patienten und der niedergelassenen Ärzte in ländlichen Regionen müssen wir zu einer raschen und praktikablen Lösung kommen. Fallen die Hausapotheken der niedergelassenen Ärzte in diesen Gebieten weg, ist auch eine Absiedelung von Ärzten zu befürchten", so Töchterle. "Es braucht hier eine Liberalisierung", bat Töchterle die zuständige Gesundheitsministerin Dr. Sabine Oberhauser um entsprechenden Druck.

Der Wissenschaftssprecher wies in seiner Rede weiters darauf hin, dass Österreich ausreichend Medizinerinnen und Mediziner ausbildet, wie etwa OECD-Daten zeigen: Österreich liegt mit 19,9 Medizinstudium-Absolventen pro 100.000 Einwohner deutlich an der europäischen Spitze (auf Rang zwei folgt Dänemark mit 16,8 Medizinstudium-Absolventen pro 100.000 Einwohner). "Mit dem nun zum Beschluss vorgelegten Gesetz ist hoffentlich auch ein wesentlicher Schritt getan, die Ausbildung zu attraktivieren, die Ärzte im Land zu halten und eine stimmige Verteilung zu erreichen."

Das vorliegende Gesetz ist für den ÖVP-Wissenschaftssprecher auch "Ausdruck eines lebendigen Parlamentarismus", wurde doch in einem Abänderungsantrag betreffend die Berufsberechtigung berufener Professoren ein Mittelweg gefunden, um sowohl der Qualitätssicherung, der Attraktivität des Standortes und von Berufungen als auch des Patientenschutzes Rechnung zu tragen.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0004