SWV-Ecker: Selbstbehalt bei Versicherten der SVA muss dringend abgeschafft werden

Reaktion auf heutiges Kurier-Interview: McDonald muss Interessen der Selbstständigen endlich ernst nehmen Reaktion auf heutiges Kurier-Interview: McDonald muss Interessen der Selbstständigen endlich ernst nehmen

Wien (OTS) - Nationalratsabgeordnete Cornelia Ecker, SPÖ-Bereichssprecherin für KMU und EPU, entgegnet den Aussagen des neuen Vorsitzenden des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger im heute erschienen Kurier-Interview, "dass Peter McDonald als ehemaliger SVA-Obmann weiß, dass der Versicherungsschutz bei den österreichischen Selbstständigen im Vergleich zu den ASVG-Versicherten schlechter ist. Da sie immer noch einen 20 prozentigen Selbstbehalt leisten müssen, hängt es von ihren finanziellen Mitten ab, ob sie alle Leistungen in Anspruch nehmen können oder nicht. Selbstständige zahlen in derselben Höhe in das Sozialversicherungssystem ein, so müssen sie auch Anspruch auf volle Leistungen erhalten. Der Selbstbehalt muss daher abgeschafft werden, daran führt kein Weg vorbei. ****

Ecker fügt der Aussage von McDonald, alle seien defacto versichert, Folgendes hinzu: "GSVG-Versicherte haben bei jedem Arztbesuch einen 20 prozentigen Selbstbehalt für sich und die Mitversicherten zu bezahlen ist. Dies stellt für die meisten Versicherten eine enorme finanzielle Hürde dar. Wenn Selbstständige aus Kostengründen etwa Vorkontrollen meiden und erst in letzter Sekunde zum Arzt gehen, bleiben sie auch länger krank. Das System ist auf diese Weise nicht optimal, denn Selbstbehalt macht krank", stellt Ecker klar.

Abschließend greift Ecker die Aussage von McDonald auf, dass er den Menschen mehr 'Gesunde Jahre' ermöglichen möchte. "Lippenbekenntnisse alleine werden den Versicherten nicht weiter helfen. Ich begrüße den Vorstoß der Regierung, durch den Bürokratie-Abbau Selbstständige zu entlasten, dazu gehört aber auch eine adäquate Versicherung. Daher wünsche mir, dass der neue Hauptverbands-Vorsitzender die Interessen der Versicherten ernst nimmt", appelliert Ecker an McDonald. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Österreich
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mobil: +43 664 88540989
office@wirtschaftsverband.at
www.wirtschaftsverband.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WVO0001