Bundesheer: Soldaten einsatzbereit für Assistenzanforderungen nach Sturm "Gonzalo"

Pioniere und Spezialgerät für Aufarbeitung der Sturmschäden rasch verfügbar

Wien (OTS/BMLVS) - Nach dem Sturm "Gonzalo" könnte das Bundesheer nach einer Assistenzanforderung die örtlichen Einsatzkräfte unterstützen. Innerhalb weniger Stunden können Erkundungsteams in Marsch gesetzt werden, um die Lage beurteilen. Anschließend könnten Pioniere eingesetzt werden.

Das Bundesheer verfügt in den betroffenen Gebieten über zwei Pionierbataillone: Das Pionierbataillon 2 in Salzburg und das Pionierbataillon 3 in Melk. Sie könnten Spezialisten für einen Assistenzeinsatz zur Verfügung stellen. Jedes Pionierbataillon verfügt über eine präsente Pionierkompanie mit je rund 100 Soldaten. Diese Kompanien werden maßgeschneidert für den Einsatz zusammengestellt, je nachdem wie die Lage von den Erkundungsteams beurteilt wurde. Zusätzlich könnten jeweils rund 40 Spezialisten, die für Windbrucharbeiten mit Kettensägen ausgebildet sind, rasch einsetzbar sein.

Die Aufgabe der beiden Pionierkompanien könnte aus heutiger Sicht vorrangig das Beseitigen von großflächigen Sturmschäden sein. Umgestürzte Bäume beispielsweise könnten durch die Spezialisten mit Hilfe von schweren Pioniermaschinen wie Bergepanzern, Seilwinden, Holzgreifern und Baggern beseitigt werden.

Derzeit stehen darüber hinaus in Tirol, Vorarlberg, Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark je rund 20 Soldaten für derartige Arbeiten zur Verfügung. Sie wären ebenfalls in der Lage, Windschäden mit Spezialgerät zu beseitigen.

Wenn weiterhin Bedarf besteht, können Katastrophenhilfszüge des Bundesheeres gebildet werden. Auch die Hubschrauber des Bundesheeres stehen für einen möglichen Assistenzeinsatz zur Verfügung.

Das Bundesheer gelangt nach Assistenzanforderung über die Landeswarnzentrale zum Einsatz. Dort werden die Einsätze zwischen Feuerwehr und Bundesheer koordiniert. Das Heer beteiligt sich während Naturkatastrophen an Evakuierungen und Erkundungen aus der Luft. Am Boden erkunden und bearbeiten Pioniere die Schadstellen, während Verbindungsoffiziere Kontakt zum Land, zur Landeswarnzentrale und zu den betroffenen Bezirkshauptmannschaften halten.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
Kommunikation / Presse
Tel.: +43 664-622-1005
presse@bmlvs.gv.at
http://www.bundesheer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLA0001