FPÖ-Zanger: Zustand des AMS-Schulungszentrums in Fohnsdorf skandalös

Eine fragwürdige Bestellung des Geschäftsführers, ein möglicher Glückspielskandal und eine zu lange Verfahrensdauer gegen den Bürgermeister von Fohnsdorf bzgl. der Aqualux-Therme

Wien (OTS) - Im Schulungszentrum Fohnsdorf scheint einiges nicht zu stimmen. Der Rechnungshof stellte schon in seinem Bericht 2014/10 einige Malversationen fest. Ausgaben für einen unnötigen Gastrobereich explodierten während der Bauphase. "Die geplanten Baukosten betrugen rd. 4,7 Mio. EUR und waren mehr als doppelt so hoch wie die der anderen beiden Varianten", so der RH. Auch die geplanten Einsparungen im Personalbereich wurden nicht umgesetzt.

Zudem scheint bei der Bestellung des derzeitigen Geschäftsführers einiges nicht mit rechten Dingen zugegangen zu sein. Besser qualifizierte Bewerber wurden schon zu Anfang aussortiert und der Weg für den ehemaligen Obmann der SPÖ-Graz frei gemacht.

Ein weiterer möglicher Skandal tut sich mit einem anonymen Brief an den Rechnungshofsprecher der FPÖ, NAbg. Wolfgang Zanger, auf. In besagtem Schreiben sollen Trainer des Schulungszentrums ihre Kursteilnehmer dazu drängen, auf der Internetplattform "Lopoca" mit ihrem privaten Geld diverse Wetten abzuschließen und andere Glücksspiele zu testen. Laut dem anonymen Adressaten sollen besagte Trainer selbst eine Provision für ebendiese Tätigkeit kassieren und jene Teilnehmer welche sich gegen solche Glücksspiele wehren, mobben. Eine parlamentarische Anfrage Zangers soll nun Klärung bringen. "Sollten sich diese Vorwürfe bewahrheiten, handelt es sich um einen handfesten Skandal und um wahrscheinlich des größten in der Geschichte des AMS!", kommentiert Wolfgang Zanger.

Fohnsdorf ist allerdings auch noch Schauplatz eines weiteren Skandals. Seit mittlerweile vier Jahren wird gegen den Bürgermeister Johann Straner wegen des Verdachts auf Untreue und Amtsmissbrauch ermittelt. Nun brachte Zanger die zweite Anfrage ein um der überaus langen Verfahrensdauer auf den Grund zu gehen. "Eine derartig lange Verfahrensdauer sind weder der Bevölkerung noch dem Bürgermeister zuzumuten. Ich nehme an, auch Straner ist an einer Aufklärung interessiert. Es ist ein Gebot der Stunde endlich Licht ins Dunkel, im vermeintlichen Skandal des Baus der Aqualux-Therme, zu bringen", so Zanger.

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