Stronach/Dietrich: Pflegeversicherung und mehr Einrichtungen in Kurzzeitpflege!

Junge Generationen werden altes überteuertes System nicht ewig unterstützen

Wien (OTS) - "Wir haben eine alternde Gesellschaft - laut Studie wird sich die Zahl der 85-Jährigen bis zum Jahr 2030 verdoppelt und in manchen Regionen sogar verdreifacht haben. Das bedeutet andere Anforderungen an das Gesundheitssystem. Wir brauchen jetzt eine ganz enge Verflechtung von Gesundheitssystem und Pflegebereich", stellte die geschäftsführende Klubobfrau des Team Stronach, Waltraud Dietrich, in ihrem Redebeitrag zur Dringlichen fest. Sie zeigte sich besorgt, wie die Versorgung vor allem im ländlichen Bereich aufrechterhalten werden soll. Denn es gebe immer weniger Hausärzte aber auch Fachärzte. Zudem bestehe durch das Föderalismussystem die Gefahr, dass sich die Gesellschaft entsolidarisieren werde: "Die Jungen werden das alte überteuerte System irgendwann nicht mehr unterstützen wollen", warnte sie.

Das aktuelle System sei nicht nur nicht länger finanzierbar, sondern "es ist auch nicht mehr zeitgemäß", kritisierte Dietrich; "wer kann schon erklären, warum im Pflegebereich ein Wiener nur 14 m2 Fläche braucht und ein Kärntner 18 m2?" Auch der Sozialhilfebereich, der je nach Bundesland unterschiedlich sei, stelle ein großes Manko dar. So gebe es in Salzburg Objektförderung bei den Pflegeheimen, in der Steiermark wiederum Subjetförderung, vermisst Dietrich eine klare, transparente Struktur. "Gelingt es uns nicht, das System zu reformieren, besteht die Gefahr, dass die Jungen irgendwann die Solidarität kündigen. Aus diesem Grund wollen wir vom Team Stronach eine Pflegeversicherung einführen, damit die Pflege der älteren Menschen langfristig gesichert ist."

Dabei soll die Selbstständigkeit der alten Menschen so lange wie möglich erhalten bleiben, wünscht sich Dietrich. "Wir brauchen dringend weitere Einrichtungen zusätzlich zu betreutem Wohnen, den Tageszentren, der Kurzeitpflege und Wohngemeinschaften; denn die Teilbetreuung ist wesentlich günstiger als eine vollstationäre Betreuung."

Doch auch im Pflegebereich selbst müsse sich einiges ändern, so Dietrich. "Der Druck auf die Pflegekräfte ist so hoch, dass diese im Schnitt nur 17,5 Jahr lang in diesem Beruf bleiben. Es wird so viel von ihnen abverlangt". Dietrich sprach bei dieser Gelegenheit allen Pflegekräften in unserem Land im Namen des gesamte Team Stronach einen herzlichen Dank für ihre "großartige Leistung" aus.

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