Brüssel: Kärnten baut europäisches Netzwerk weiter aus

LH Kaiser, LHStv.in Schaunig: Erfahrungsaustausch mit Deutschsprachiger Gemeinschaft in Belgien zu Kinderbetreuung - Morgen Empfang anlässlich Nationalfeiertag

Eupen, Klagenfurt (OTS/LPD) - Eine hochrangige Delegation der Kärntner Landesregierung, an der Spitze Landeshauptmann Peter Kaiser, LHStv.in Gaby Schaunig, sowie des Kärntner Landtages mit Präsident Reinhart Rohr und dem 3. Präsidenten Josef Lobnig informierte sich heute, Mittwoch, im Amtssitz der Regierung der Gemeinschaft der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Eupen über die Kinderbetreuung im belgischen Bundesland. Gesprächspartner waren Ministerpräsident Oliver Paasch, Parlamentspräsident Karl-Heinz Lambertz und Minister Antonios Antoniadis, die auf die Vorteile des Systems hinwiesen. Belgien ist auch deswegen interessant für Kärnten, weil das Land sehr gute Ergebnisse bei den regelmäßigen Pisa-Studien aufweist.

So wird ein Großteil der Kleinkinder bis drei Jahre von Tagesmüttern betreut, die über Arbeitsverträge beim "Regionalzentrum für Kleinkindbetreuung" angestellt sind oder privat ihrer Arbeit nachgehen. Die Gebühren für die Betreuung sind sozial gestaffelt. Interessant ist auch der Zugang, dass Kinder und Jugendlichen ab dem 3. Lebensjahr bis zur Matura kostenlos betreut werden, in Kindergärten bzw. mittels außerschulischer Betreuung. Das Angebot wird nahezu von 100 Prozent der Eltern angenommen.

"Mit dem verstärkten Augenmerk auf die Kleinkindbetreuung reagieren wir auf die gesellschaftlichen Veränderungen und den Arbeitsmarkt. Der Austausch mit unseren Nachbarländern, aber auch mit nicht an Kärnten oder Österreich angrenzende Regionen, birgt große Chancen, gute Modelle kennenzulernen, anhand derer wir uns weiterentwickeln können", erklärte Kaiser. Ähnlich sieht es Ministerpräsident Paasch, der vor allem auch in Österreich und Deutschland Netzwerke ausbaut, um mögliche Kooperationen auszuloten.

Kaiser sprach der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft eine Gegeneinladung nach Kärnten aus, um einen weiteren Informationsaustausch zu forcieren. "Der Erfahrungsaustausch und das voneinander lernen sind wichtig, um in finanziell angespannten Zeiten für die Menschen im Land möglichst effektive Rahmenbedingungen schaffen zu können, ohne zu viel Reibungsverlust zu erzeugen. Ich bin überzeugt, unser Besuch hier in Eupen ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft", so Kaiser.

Auf großes Interesse bei Paasch stieß die Sozialpolitik in Kärnten, speziell die Altenpflege. Schaunig berichtete über das Pflegemodell in Österreich, bestehend aus der Pflege in Heimen, den mobilen Diensten (Pflege zuhause) und der 24-Stunden-Pflege. Schaunig wies auch auf das gute Klima bei den Gesprächen in Belgien hin. Rohr hob hervor, dass Grenzregionen diese geografische Lage als Chance für eine Zusammenarbeit nützen würden, wie es eben die Deutschsprachige Gemeinschaft, aber auch Kärnten zeigen würden. Lobnig bezeichnete den Besuch als persönliche Bereicherung im Zusammenhang mit dem Thema Kinderbetreuung.

Morgen, Donnerstag, stehen für die Kärntner Delegation ein Besuch des Europäischen Parlaments, ein Treffen mit dem Vorsitzenden der Euro-Arbeitsgruppe, Thomas Wieser, Gespräche zum Thema Verkehrspolitik mit Herald Ruijters (Europäische Kommission, Generaldirektion Move) und am Abend der Empfang anlässlich des Nationalfeiertages am Programm. Dieser findet unter Patronanz von Landeshauptmann Peter Kaiser auf Einladung des ständigen Vertreters Österreichs bei der Europäischen Union, Walter Grahammer, und des österreichischen Botschafters im Königreich Belgien, Karl Schramek, statt. Die Kärntner Delegation wird dann noch verstärkt durch die Landesräte Christian Ragger, Christian Benger, Rolf Holub und Gerhard Köfer, Bundesratspräsidentin Ana Blatnik, die Landtagspräsidenten Reinhart Rohr, Rudolf Schober und Josef Lobnig, Industriellenvereinigungspräsident Christoph Kulterer, Christian Kresse von der Kärnten Werbung und Gilbert Isep von der Kärntner Landesholding.
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