Stronach/Franz: Wir haben noch ein sehr gutes Gesundheitssystem - an der Oberfläche

Elga hat viele Hürden nicht genommen

Wien (OTS) - "Wir müssen den Menschen, die im Gesundheitssystem tätig sind, Wertschätzung entgegenbringen. Denn wir haben noch ein sehr gutes Gesundheitssystem - an der Oberfläche, das, was der Patient davon spürt", erklärte Team Stronach Gesundheitssprecher Dr. Marcus Franz in seinem Beitrag zur Dringlichen. Doch unter der Oberfläche des Gesundheitssystems seien die Vielfalt der Systeme und der Föderalismus Faktoren, die Schwierigkeiten bereiten "und deshalb müssen wir uns mehr mit diesem Problem befassen", so Franz.

"Der gerechte und faire Zugang für alle Menschen zur Gesundheitsversorgung muss gesichert sein", verlangte Franz. Allerdings fehlten gerade zum Qualitätsmanagement und der Patientenzufriedenheit entscheidende Werte. "Wo ist die Studie aus dem Jahr 2011, die vom damaligen Gesundheitsminister in Auftrag gegeben wurde?", fragte Franz. Damals wurde die Qualität der Versorgung in mehr als 50 Spitälern erhoben. "Diese Studie muss endlich veröffentlicht werden", verlangte er von der Gesundheitsministerin, denn "da steckt Potential drinnen, um herauszufinden, wo der Hund im Gesundheitssystem begraben ist!"

Kritik gab es von Franz für die neu geschaffene elektronische Infohotline: "Das ist überflüssig und sinnlos, die Menschen schauen ohnedies alle im Internet nach". Auch Elga ist für Franz kein großer Wurf, denn "Elga hat viele Hürden nicht genommen", Man hätte weitere technische Entwicklungen im Gesundheitssystem abwarten sollen, "die Informationstechnologie ist weiter fortgeschritten, als Elga", erklärte Franz.

Der Team Stronach Gesundheitssprecher forderte auch mehr Föderalismus im Land und damit im Gesundheitssystem. "Es käme nie zu unnötigen Entwicklungen wie mit den nebeneinander liegenden Krankenhäusern in Baden und Mödling wenn die Steuerhoheit bei den Ländern liegen würde".

Die Sanierung der Kassen, für die auch rund 1,2 Mrd. Euro Steuergelder verwendet wurden zeigt für Franz, dass die Umlagensysteme nicht auf Dauer funktionieren. Zur ärztlichen Versorgung merkte Franz an: "Wir müssen den Markt liberalisieren, Ärzte sollen Ärzte anstellen können!"

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