Rasinger: Das österreichische Gesundheitswesen gehört zu den besten der Welt

NEOS kennen offenbar den Wert von Ärzten nicht

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Im Mittelpunkt der Überlegungen müsse die Frage stehen: Was bewegt den Menschen im Gesundheitswesen? "Wenn Sie krank sind, wollen sie rasch und kompetent Hilfe. Das ist weltweit gleich. Es sollte uns aber zu denken geben, dass die Lebenserwartung im 20. Bezirk um vier Jahre geringer ist als im 19. Bezirk. Die Lebenserwartung in den Städten ist - trotz einer anderen Ärztedichte - niedriger als am Land, auch Depressionen und Angststörungen kommen in Städten häufiger vor. Also gibt es Faktoren, die man betrachten sollte. Große Bedeutung kommt dabei der Prävention zu", so ÖVP-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Erwin Rasinger heute, Mittwoch, bei der Debatte über die Dringliche Anfrage der NEOS zum Gesundheitssystem. Die Dringliche der NEOS sei ein Sammelsurium von Allgemeinplätzen, die NEOS offenbar "gesundheitspolitische Geisterfahrer". "Wenn Sie den im Sommer beschlossenen Vorrang der Hausärzte vor Primärversorgungszentren bedauern, ist dies leider bedauerlich. Die Österreicher schätzen ihre Hausärzte. Die NEOS offenbar nicht."

Rasinger: "Das teuerste im Gesundheitssystem ist die Spitalsversorgung. Das ideale Maß an Betten wäre wahrscheinlich etwas weniger als in Österreich, aber wahrscheinlich mehr als in Holland. Wir müssen möglichst viel im niedergelassenen Bereich erledigen und Hausärzte und Fachärzte aufwerten. Sehr wichtig ist es, der Prävention mehr Augenmerk zu schenken. Noch immer sterben Menschen viel zu früh, die man wie z.B. bei Brustkrebs retten könnte."

"Wenn NEOS-Chef Strolz meint, dass wir ein Gesundheitssystem wie in Holland oder Belgien brauchen, dann kann ich nur sagen: Das österreichische Gesundheitswesen gehört zu den besten der Welt. Haben Sie gewusst, dass man in Holland gar nicht frei zum Facharzt gehen kann und Holland ein einziges Unfallzentrum für zehn Millionen Menschen baut? In Wien haben wir allein drei mit dem höchsten Qualitätslevel."
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Wesentlich sei es, für den Patienten Zeit zu haben, Zeit für Zuwendung, Zeit für qualitätvolles Handeln. "Wir müssen uns bemühen, Faktoren, die Zeit rauben, zu reduzieren, also beispielsweise die Bürokratie, wie zum Beispiel reine Absicherungsmedizin. Ich denke, dass das österreichische Gesundheitswesen und seine Akteure - allem voran der Arzt - auch ein Lob verdient haben", schloss der ÖVP-Gesundheitssprecher.
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