Nationalrat - Spindelberger: Gesundheitsorientierung statt Krankheitsorientierung

Österreichisches Gesundheitssystem ist weltweites Vorbild

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger verteidigte heute im Nationalrat das österreichische Gesundheitssystem gegen Forderungen, dieses gänzlich umzuwerfen: "Es kann nicht angehen, dass die Opposition ein Gesundheits- und Sozialsystem zerschlagen möchte, um das wir weltweit beneidet werden. Dieses System ist über Jahrzehnte gewachsen und fußt auf einer solidarischen Finanzierung. Gesundheit ist das wichtigste Gut des Menschen. Was wir brauchen, ist ein Paradigmenwechsel: Weg von der Krankheitsorientierung und hin zur Gesundheitsorientierung. Das bedeutet auch, die Grundversorgung an die Bedürfnisse der Bevölkerung anzupassen und auf regionale Anforderungen Rücksicht zu nehmen. Das ist, was ein qualitativ hoch stehendes Gesundheitssystem ausmacht", bringt es Spindelberger auf den Punkt."****

Bundesminister Alois Stöger habe laut Spindelberger in den letzten Jahren nicht nur die Kassen saniert, sondern auch die Gesundheitsreform auf Schiene gebracht. "Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser arbeitet nun intensiv daran, die Steigerungsrate der Gesundheitsausgaben von fünf Prozent in den Griff zu bekommen. Für uns als SPÖ steht aber fest, dass das nicht auf Basis von Leistungskürzungen geschehen wird. Wir werden nicht zulassen, dass es nur noch eine Grundversorgung seitens der Kassen gibt und alle, die mehr brauchen, tief in die Tasche greifen müssen."

Laut Spindelberger zeichne sich gerade Sabine Oberhauser dadurch aus, dass sie als Realpolitikerin lösungsorientiert arbeitet und Wert darauf legt, die Sichtweisen aller beteiligten Institutionen im Gesundheitswesen mit einzubeziehen.

Ein effizienteres System bedeutet für den Gesundheitssprecher, alle PartnerInnen im Gesundheitswesen besser aufeinander abzustimmen sowie Phänomene wie Doppelverschreibungen oder Mehrfachuntersuchungen zu bekämpfen. "Stattdessen brauchen wir multiprofessionelle Angebote, bessere Öffnungszeiten bei ÄrztInnen und Apotheken und bestens ausgebildetes Personal."

Hierfür sind laut Spindelberger bereits die Weichen gestellt. Denn im Vorjahr wurde die Ausbildung für medizinische Assistenzberufe reformiert, nun stehen die Gesundheits- und Krankenpflegeberufe auf der Agenda. Bereits morgen wird das Parlament die neue Ausbildung für ÄrztInnen beschließen. "Dazu gehört auch, die Arbeitszeiten für ÄrztInnen in Spitälern zu verbessern."

Der Gesundheitsministerin ist es ein Anliegen, Strukturen für die Bevölkerung zu verbessern und Gesundheitsberufe attraktiv zu gestalten. "Reden wir also nicht unser Gesundheitssystem schlecht, sondern arbeiten wir daran, es auszubauen und zu verbessern." (Schluss) up/kg

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