- 22.10.2014, 14:38:03
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vida-Hebenstreit: Dank ÖIAG heimischer Breitbandausbau nun von mexikanischem Milliardär abhängig
Jegliche operative Gestaltungsmöglichkeit für Österreichs Internetzukunft verspielt - ÖIAG auflösen, bevor noch mehr Schaden entsteht!
Utl.: Jegliche operative Gestaltungsmöglichkeit für Österreichs
Internetzukunft verspielt - ÖIAG auflösen, bevor noch mehr
Schaden entsteht! =
Wien (OTS/ÖGB) - "Dank der vermurksten ÖIAG-Strategie ist Österreich
beim Breitbandausbau jetzt von den Launen eines mexikanischen
Milliardärs abhängig. Das wird noch teuer", kritisiert der
Vorsitzende der Sektion Verkehr in der Gewerkschaft vida,
ÖBB-Konzernbetriebsratsvorsitzender Roman Hebenstreit. "Die ÖIAG muss
deshalb rasch aufgelöst und die Staatsbeteiligungen müssen für die
SteuerzahlerInnen kostengünstiger in den Ministerien konzentriert
werden, bevor es auch noch bei Straße, Schiene und Wasser zu
unerwünschten Verteuerungen und Abhängigkeiten kommt", fordert
Hebenstreit.++++
Während die ehemalige Verkehrsministerin Doris Bures konsequent für
die Breitbandmilliarde und somit für die Zukunftsfähigkeit
Österreichs gegen ÖVP-Widerstände gekämpft habe, "hat Finanzminister
Schellings ÖIAG dafür gesorgt, dass Österreich jegliche operative
Gestaltungsmöglichkeit für seine Internetzukunft verspielt hat", so
der vida-Gewerkschafter weiter. America Movil halte bereits knapp 60
Prozent der Anteile an Österreichs digitaler Zukunft in der Hand.
Dafür könnten sich die ÖsterreicherInnen bei der ÖIAG "bedanken":
"Denn ohne die Festnetzleitungen der Telekom gibt es auch keine
Zukunft im mobilen Internet. Oder will man die Datenpakete zukünftig
händisch zu den Funkmasten tragen? Das scheint man im
Schelling-Umfeld offensichtlich noch nicht realisiert zu haben", so
Hebenstreit.
"Öffentliches Gut ist kein Möbelhaus. Die ÖIAG darf nicht ganz
Österreich zum 'XXX-Lose' machen", so Hebenstreit weiter. Man möge
Markenrechte von Möbelhäusern aus steuerlichen Gründen problemlos ins
Ausland verkaufen. Mit den Internetleitungen eines Landes sehe dies
aber anders aus: "Hier wurde die Zukunft Österreichs unter dem Diktat
der Privatisierung verantwortungslos verscherbelt und ist somit für
die BürgerInnen für immer verloren", so der vida-Gewerkschafter.
Es gebe weltweit nur wenige Unternehmen, die bei nur 17
MitarbeiterInnen 15 Aufsichtsräte und überteuerte Vorstände
beschäftigen. Allein die Managergagen der ÖIAG für sich seien ein
Millionengrab, kritisiert Hebenstreit: "Dazu kommt, dass das Ziel
dieser Manager nicht etwa das Wohl der Allgemeinheit ist. Sie werken
im Interesse von Börsenspekulanten und Großaktionären, wodurch die
betroffenen Unternehmen maximalen Schaden erleiden."
Auch wenn die Ablöse von ÖIAG-Chef Kemler bereits feststehe, sei noch
keine Änderung an der ÖIAG-Strategie zu erkennen. Nach wie vor sei
die ÖIAG "eine Privatisierungsagentur und ein Schlaraffenland für
sich selbsternennende Aufsichtsräte und deren Günstlinge". "Dass
jetzt nur versucht wird, ihnen einen neuen Mantel für die
Verschleuderung von Volksvermögen umzuhängen, schlägt dem Fass den
Boden aus. Es bleibt nur zu hoffen, dass die ÖIAG zur Sicherung der
Zukunft Österreichs und seiner Bevölkerung rasch aufgelöst wird",
bekräftigt Hebenstreit.
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