Industrie will Sozialstaat zusammenstreichen

ÖGB-Achitz: ArbeitnehmerInnen werden sich die Steuerentlastung sicher nicht selbst bezahlen!

Wien (OTS/ÖGB) - "Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen rasch von der Lohnsteuer entlastet werden - und zwar so, dass sie sich die Entlastung nicht durch die Hintertür wieder selbst bezahlen müssen", sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB. Nichts anderes würde aber die von der IV geforderte Senkung von Sozialversicherungsabgaben bedeuten, denn weniger Geld in den Krankenkassen würde auch zu weniger Leistungen für die Versicherten führen. "Dann müssten die Menschen für Leistungen zahlen, die sie jetzt gratis bekommen. Das würde vor allem Menschen mit niedrigen Einkommen stark treffen. Die IV soll klar und deutlich sagen, was sie will: Sozialabbau statt Steuerentlastung", so Achitz.

Übrigens sieht das IV-Steuermodell auch die Höherbesteuerung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld vor. "Das kommt für den ÖGB nicht in Frage. Wir schlagen hingegen eine Gegenfinanzierung vor, die die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht belastet. Die Besteuerung großer Vermögen gehört eindeutig dazu, denn mit normalen Arbeitseinkommen kann man gar nicht so große Reichtümer anhäufen, dass man unter die Millionärssteuer fallen würde", so Achitz.

Rückfragen & Kontakt:

ÖGB-Kommunikation
Florian Kräftner
(01) 53 444-39 264
0664/301 60 96
florian.kraeftner@oegb.at
www.facebook.at/oegb.at
www.twitter.com/oegb_at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0005