NEOS: Klimaschutz braucht innovative Wirtschaft und intelligente Infrastruktur

Ein internationales Klimaschutzabkommen braucht einen globalen Fahrplan bis 2050 - nur so sind Planungs- und Investitionssicherheit gewährleistet.

Wien (OTS) - Für NEOS führen die aktuellen Diskussionen um die europäische Energie- und Klimaschutzpolitik am Ziel vorbei. Es braucht stattdessen klare Strategien für Innovation, Infrastruktur und Materialeffizienz.

NEOS-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn betont: "Die Diskussion um 2030-Ziele für Klima und Energie kann nicht losgelöst behandelt werden von der anhaltenden Wirtschaftskrise. Die Erreichung der 2020 Energie- und Klimaziele wird durch die Krise massiv begünstigt. Eine Wirtschaftskrise ist aber ein zu hoher Preis dafür." Demnach steht für Schellhorn fest: "Jene Unternehmen, die auf die global verfügbaren effizientesten Technologien setzen, sollen weiterhin kostenlose CO2-Zertifikate zugeteilt bekommen."

NEOS-Umweltsprecher Michael Pock teilt diese Ansicht, fügt jedoch hinzu: "Wir brauchen weiterhin einen klaren Einsparungspfad, auch die Industrie. Gerade Innovation wie das "Internet der Dinge" werden unser Wirtschaftssystem massiv verändern. Wenn ich beispielsweise daran denke, dass aktuell 70% der Medikamente weltweit im Müll landen, sehe ich hier viel Potential für Ressourcen- und Energieeinsparungen." Damit verweist Pock vor allem darauf, dass Einsparungen innerhalb von Europa einerlei sind, aber vor allem auch der Export klimafreundlicher und energieeffizienter Technologien wohl mittelfristig einen mindestens ebenso großen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.

Innovation sieht Schnellhorn auch als zentralen Motor für Wirtschaft und Umwelt, zeigt sich aber besorgt: "Aktuell verliert Europa leider stetig gegenüber den USA und Asien bei vielen Indikatoren für Innovation - hier besteht Handlungsbedarf, sowohl auf europäischer Ebene als auch national. Pock plädiert zudem für ein umfassendes Infrastrukturpaket für Europa: "Europa hat die Chance, sich in Schlüsselbereichen mit einer zukunftsfähigen Infrastruktur auszustatten und dieses Know-How auch zu exportieren. Das betrifft vor allem die Bereiche Gebäude und Mobilität, in denen noch enorme Potentiale für Energie- und Emissionseinsparungen vorhanden sind."

Mit Hinblick auf die anstehenden Verhandlungen zu einem internationalen Klimaschutzabkommen sind sich Schellhorn und Pock einig: "Wir brauchen nicht nur weltweite Zielvereinbarungen bis 2030, sondern einen globalen Fahrplan bis 2050 - nur so sind Planungs- und Investitionssicherheit gewährleistet.

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