• 22.10.2014, 11:59:38
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ÖH zu Unibrennt-Jubiläum: Proteste waren wichtig

Es ist noch viel zu tun

Utl.: Es ist noch viel zu tun =

Wien (OTS) - Fünf Jahre nach der Besetzung des Audimax an der der
Universität Wien sagt Florian Kraushofer vom Vorsitzteam der
Österreichischen Hochschüler_innenschaft (ÖH): "Die Proteste waren
wichtig. Nur so konnten die Anliegen der Studierenden in die breite
Öffentlichkeit getragen werden." Die Forderungen nach flexibleren
Studienplänen und mehr Geld für die Universitäten seien nach wie vor
aktuell. Trotz der Diskussionsverweigerung der Bundesregierung könne
man nicht sagen, dass der Protest umsonst gewesen sei, so Kraushofer.
An manchen Universitäten wurden die Studienpläne geringfügig
verändert, so dass es mehr freie Wahlfächer gibt. An anderen
Hochschulen wurde den Studierenden ein eigener Raum zur Vernetzung
zur Verfügung gestellt. Doch obwohl es einige Verbesserungen gab, ist
für den Studierendenvertreter eines klar: "Es ist noch viel zu tun."

Die Unibrennt-Aktivist_innen forderten in erster Linie mehr Geld für
den Bildungsbereich. Außerdem protestierten sie gegen das
Bologna-System - "Bildung statt Ausbildung" war das Motto. Auch die
Demokratisierung der Hochschulen, die Mitsprache der Studierenden in
Gremien waren Thema. Besonders wichtig war den Aktivist_innen die
Verbesserung der Studienbedingungen. Kraushofer: "Die Forderungen
nach genügend Kursen für alle Studierenden und der Gleichwertigkeit
von ECTS-Punkten sind heute immer noch aktuell - obwohl es bereits
Verbesserungen gegeben hat."

Durch die Unibrennt-Proteste konnten zusätzliche 34 Millionen Euro
für die Universitäten erreicht werden oder Initiativen wie die
"Kritische Uni" in Innsbruck erreicht werden. Durch die
Sensibilisierung zum Thema Wohnungslosigkeit entstand ein Projekt in
Wien, das Studierenden und Wohnungslosen gleichermaßen Wohnraum
bietet. "Vinzirast mittendrin" ist eine der nachhaltigsten Folgen der
Unibrennt-Proteste. "Alles in allem kann man sagen, dass Unibrennt
vor allem zu einer Bewusstseinsbildung beigetragen hat", meint der
ÖH-Vertreter. "Die Studierenden sind für ihre Anliegen auf die Straße
gegangen. Ich glaube, dass das auch heute noch möglich wäre.
Vielleicht bräuchte es wieder einmal so etwas wie Unibrennt, damit
Hochschulpolitik in der politischen Debatte Platz hat", fragt sich
Florian Kraushofer abschließend.

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