ÖH zu Unibrennt-Jubiläum: Proteste waren wichtig

Es ist noch viel zu tun

Wien (OTS) - Fünf Jahre nach der Besetzung des Audimax an der der Universität Wien sagt Florian Kraushofer vom Vorsitzteam der Österreichischen Hochschüler_innenschaft (ÖH): "Die Proteste waren wichtig. Nur so konnten die Anliegen der Studierenden in die breite Öffentlichkeit getragen werden." Die Forderungen nach flexibleren Studienplänen und mehr Geld für die Universitäten seien nach wie vor aktuell. Trotz der Diskussionsverweigerung der Bundesregierung könne man nicht sagen, dass der Protest umsonst gewesen sei, so Kraushofer. An manchen Universitäten wurden die Studienpläne geringfügig verändert, so dass es mehr freie Wahlfächer gibt. An anderen Hochschulen wurde den Studierenden ein eigener Raum zur Vernetzung zur Verfügung gestellt. Doch obwohl es einige Verbesserungen gab, ist für den Studierendenvertreter eines klar: "Es ist noch viel zu tun."

Die Unibrennt-Aktivist_innen forderten in erster Linie mehr Geld für den Bildungsbereich. Außerdem protestierten sie gegen das Bologna-System - "Bildung statt Ausbildung" war das Motto. Auch die Demokratisierung der Hochschulen, die Mitsprache der Studierenden in Gremien waren Thema. Besonders wichtig war den Aktivist_innen die Verbesserung der Studienbedingungen. Kraushofer: "Die Forderungen nach genügend Kursen für alle Studierenden und der Gleichwertigkeit von ECTS-Punkten sind heute immer noch aktuell - obwohl es bereits Verbesserungen gegeben hat."

Durch die Unibrennt-Proteste konnten zusätzliche 34 Millionen Euro für die Universitäten erreicht werden oder Initiativen wie die "Kritische Uni" in Innsbruck erreicht werden. Durch die Sensibilisierung zum Thema Wohnungslosigkeit entstand ein Projekt in Wien, das Studierenden und Wohnungslosen gleichermaßen Wohnraum bietet. "Vinzirast mittendrin" ist eine der nachhaltigsten Folgen der Unibrennt-Proteste. "Alles in allem kann man sagen, dass Unibrennt vor allem zu einer Bewusstseinsbildung beigetragen hat", meint der ÖH-Vertreter. "Die Studierenden sind für ihre Anliegen auf die Straße gegangen. Ich glaube, dass das auch heute noch möglich wäre. Vielleicht bräuchte es wieder einmal so etwas wie Unibrennt, damit Hochschulpolitik in der politischen Debatte Platz hat", fragt sich Florian Kraushofer abschließend.

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