- 22.10.2014, 10:41:04
- /
- OTS0073 OTW0073
Industrie zu ÖGB-Aktionstag: "Lohnsteuer runter!" ist zu wenig
IV-GS Neumayer: Nicht nur Lohnsteuer, sondern alle Arbeitszusatzkosten senken - Entlastung des Faktors Arbeit sichert Wohlstand und Arbeitsplätze
Utl.: IV-GS Neumayer: Nicht nur Lohnsteuer, sondern alle
Arbeitszusatzkosten senken - Entlastung des Faktors Arbeit
sichert Wohlstand und Arbeitsplätze =
Wien (OTS/PdI) - "Einfach nur zu sagen 'Lohnsteuer runter!' greift
schlichtweg zu kurz. Wenn wir über eine echte Entlastung reden, dann
muss damit eine gesamthafte Entlastung des Faktors Arbeit gemeint
sein - also auch für Unternehmen bei den Arbeitszusatzkosten, die den
deutlich größeren Teil bei der Belastung der Arbeit in Österreich
ausmachen", hielt der Generalsekretär der Industriellenvereinigung
(IV), Mag. Christoph Neumayer heute, Mittwoch, anlässlich des
österreichweiten ÖGB-Aktionstages fest. Eine nachhaltige Entlastung
könne nur erfolgen und von Dauer sein, wenn die Wettbewerbsfähigkeit
des Wirtschaftsstandortes in seiner Gesamtheit wieder gestärkt und
damit Arbeitsplätze geschaffen würden. "Der Abgabenkeil zwischen den
Arbeitszusatzkosten und dem Nettogehalt eines durchschnittlichen
Industriebeschäftigten betrug im Jahr 2013 49,1 Prozent. Davon macht
die Lohnsteuer mit 12,6 Prozentpunkten gerade einmal ein Viertel aus.
Fast drei Viertel sind auf die Sozialversicherungsbeiträge von
Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite sowie sonstige Lohnsummenabgaben
zurückzuführen", erläuterte der IV-Generalsekretär und fügte hinzu:
"Dort gilt es anzusetzen, wie die IV das auch in ihrem
Steuerreformkonzept 'FAIRSteuern' vorgeschlagen hat."
"Wir müssen wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen schaffen, die
Unternehmen motivieren, wieder verstärkt in Österreich statt im
Ausland zu investieren. Nur so können wir Wohlstand und vor allem
Arbeitsplätze im Land halten. Dieser Weg führt primär über niedrigere
Arbeitszusatzkosten", so Neumayer, der betonte: "Denn welchen Sinn
hat es, weniger Lohnsteuer zu bezahlen, wenn das Unternehmen, für das
ich arbeite, am Ende wegen der massiven Steuerbelastung meinen
Arbeitsplatz nicht länger finanzieren kann?" Daher seien auch
jegliche neue Belastungen für Unternehmen grundsätzlich abzulehnen.
"Das gilt insbesondere für rein ideologisch motivierte Substanz- bzw.
Eigentumssteuern auf Kosten von Mittelstand und Unternehmen, mit
denen AK und ÖGB ihr Steuerkonzept - mangels eigener Ideen für
konkrete, nachhaltige Reformmaßnahmen - gegenfinanzieren wollen",
stellte Neumayer klar und fügte abschließend hinzu: "Wir müssen das
heimische Steuersystem grundsätzlich auf neue Beine stellen, indem
wir Menschen und Unternehmen spürbar entlasten. Die IV hat dazu das
mit Abstand umfangreichste Steuerstrukturkonzept, mit klarer und bis
ins Detail dargestellter Gegenfinanzierung, erarbeitet. Der AK und
dem ÖGB hingegen genügt die simple Forderung nach einer geringeren
Lohnsteuer - und das ist schlicht und einfach zu wenig."
Weitere Informationen: www.iv-net.at/medien
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NPI






