GdG-KMSfB: Betroffenheit über Tod von Prof. Heinz Fiedler

"Wir trauern um einen Kollegen und Freund mit Handschlagqualität"

Wien (OTS/ÖGB) - Der Tod des langjährigen Gewerkschaftsfunktionärs, ORF-Zentralbetriebsratsobmanns und Mitglieds des ORF-Aufsichtsrats am 21.Oktober 2014 hinterlässt in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (GdG-KMSfB) große Betroffenheit. Prof. Heinz Fiedler, der nach langer schwerer Krankheit im Alter von 72 Jahren verstarb, wäre heuer für seine 50jährige Gewerkschaftsmitgliedschaft geehrt worden.

"Ich habe ihn als harten Verhandler kennen- und schätzen gelernt", würdigt GdG-KMSfB-Vorsitzender Christian Meidlinger seinen Einsatz als Gewerkschafter. "Er hat sich stets für die Interessen der KollegInnen stark gemacht - sowohl als ORF-Betriebsrat, als auch bei den Fusionsverhandlungen mit der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten." Auch Gerhard Berti, Vorsitzender des Aufgabenbereichs KMSfB und HGVIII in der GdG-KMSfB, würdigt die Verdienste des Verstorbenen: "Ich lernte ihn als einen Kollegen kennen, in dessen Mittelpunkt der ORF, seine Belegschaft und die Gewerkschaft standen. Ein Kollege und Freund, der Handschlagqualität hatte."

"Heinz Fiedler war mit Leib und Seele Belegschaftsvertreter. Und wenn dies jemanden störte, und dies tat es vielfach, dann sah er in dieser Kritik eine Bestätigung dafür, dass er richtig liegt. Er hatte seine Ecken und Kanten und hat polarisiert. Allerdings wusste jeder, wofür er steht: für einen starken ORF und den Erhalt der qualifizierten Arbeitsplätze", würdigt Monika Wittmann, FCG-Vorsitzende im Aufgabenbereich KMSfB und HGVIII Fiedlers Engagement. Unsere Anteilteilnahme gilt Heinz Fiedlers Familie, so Meidlinger, Wittman und Berti.

Heinz Fiedler war von April 2007 bis November 2008 Vorsitzender der Gewerkschaft Kunst, Medien, Sport, freie Berufe. Von 1972 bis zu seiner Pensionierung im März 2011 war der Christgewerkschafter stellvertretender Vorsitzender der Sektion "Elektronische Medien", in der die ORF-MitarbeiterInnen gewerkschaftlich organisiert sind. Darüber hinaus bekleidete Heinz Fiedler Funktionen sowohl in der europäischen als auch in der globalen Mediengewerkschaft und war Mitglied des Sozialen Dialogs für den Audiovisuellen Sektor bei der EU-Kommission.

Im ORF war Heinz Fiedler seit 1966 Vorsitzender des Betriebsrats Generaldirektion, seit 1976 Zentralbetriebsrat und von 1996 bis 2008 Vorsitzender des ORF-Zentralbetriebsrats. Im ORF-Aufsichtsrat - von 1976 bis 2011 - gestaltete er die Geschicke des Unternehmens wesentlich mit. Am 4. Dezember 2002 wurde ihm der Titel Professor verliehen.

Als Gewerkschafter war Heinz Fiedler 1972 Mitglied der Rundfunkreformkommission unter Bundeskanzler Kreisky, deren Ergebnis ein neues ORF-Gesetz war. Als Vorsitzender des Zentralbetriebsrats zählten zu seinen größten Erfolgen die Neuordnung der betrieblichen Pensionsvorsorge des ORF (2000) und der Kollektivvertrag 2003, mit dem langjährig beschäftigte sogenannte freie MitarbeiterInnen angestellt wurden.

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