- 22.10.2014, 09:55:20
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GdG-KMSfB: Betroffenheit über Tod von Prof. Heinz Fiedler
"Wir trauern um einen Kollegen und Freund mit Handschlagqualität"
Utl.: "Wir trauern um einen Kollegen und Freund mit
Handschlagqualität" =
Wien (OTS/ÖGB) - Der Tod des langjährigen Gewerkschaftsfunktionärs,
ORF-Zentralbetriebsratsobmanns und Mitglieds des ORF-Aufsichtsrats am
21.Oktober 2014 hinterlässt in der Gewerkschaft der
Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (GdG-KMSfB)
große Betroffenheit. Prof. Heinz Fiedler, der nach langer schwerer
Krankheit im Alter von 72 Jahren verstarb, wäre heuer für seine
50jährige Gewerkschaftsmitgliedschaft geehrt worden.
"Ich habe ihn als harten Verhandler kennen- und schätzen gelernt",
würdigt GdG-KMSfB-Vorsitzender Christian Meidlinger seinen Einsatz
als Gewerkschafter. "Er hat sich stets für die Interessen der
KollegInnen stark gemacht - sowohl als ORF-Betriebsrat, als auch bei
den Fusionsverhandlungen mit der Gewerkschaft der
Gemeindebediensteten." Auch Gerhard Berti, Vorsitzender des
Aufgabenbereichs KMSfB und HGVIII in der GdG-KMSfB, würdigt die
Verdienste des Verstorbenen: "Ich lernte ihn als einen Kollegen
kennen, in dessen Mittelpunkt der ORF, seine Belegschaft und die
Gewerkschaft standen. Ein Kollege und Freund, der Handschlagqualität
hatte."
"Heinz Fiedler war mit Leib und Seele Belegschaftsvertreter. Und wenn
dies jemanden störte, und dies tat es vielfach, dann sah er in dieser
Kritik eine Bestätigung dafür, dass er richtig liegt. Er hatte seine
Ecken und Kanten und hat polarisiert. Allerdings wusste jeder, wofür
er steht: für einen starken ORF und den Erhalt der qualifizierten
Arbeitsplätze", würdigt Monika Wittmann, FCG-Vorsitzende im
Aufgabenbereich KMSfB und HGVIII Fiedlers Engagement. Unsere
Anteilteilnahme gilt Heinz Fiedlers Familie, so Meidlinger, Wittman
und Berti.
Heinz Fiedler war von April 2007 bis November 2008 Vorsitzender der
Gewerkschaft Kunst, Medien, Sport, freie Berufe. Von 1972 bis zu
seiner Pensionierung im März 2011 war der Christgewerkschafter
stellvertretender Vorsitzender der Sektion "Elektronische Medien", in
der die ORF-MitarbeiterInnen gewerkschaftlich organisiert sind.
Darüber hinaus bekleidete Heinz Fiedler Funktionen sowohl in der
europäischen als auch in der globalen Mediengewerkschaft und war
Mitglied des Sozialen Dialogs für den Audiovisuellen Sektor bei der
EU-Kommission.
Im ORF war Heinz Fiedler seit 1966 Vorsitzender des Betriebsrats
Generaldirektion, seit 1976 Zentralbetriebsrat und von 1996 bis 2008
Vorsitzender des ORF-Zentralbetriebsrats. Im ORF-Aufsichtsrat - von
1976 bis 2011 - gestaltete er die Geschicke des Unternehmens
wesentlich mit. Am 4. Dezember 2002 wurde ihm der Titel Professor
verliehen.
Als Gewerkschafter war Heinz Fiedler 1972 Mitglied der
Rundfunkreformkommission unter Bundeskanzler Kreisky, deren Ergebnis
ein neues ORF-Gesetz war. Als Vorsitzender des Zentralbetriebsrats
zählten zu seinen größten Erfolgen die Neuordnung der betrieblichen
Pensionsvorsorge des ORF (2000) und der Kollektivvertrag 2003, mit
dem langjährig beschäftigte sogenannte freie MitarbeiterInnen
angestellt wurden.
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