ORF III am Mittwoch: Erwin-Wurm-Nacht, zweimal "science.talk" mit Wissenschaftspreis und Neurologin Halina Baran

Außerdem: Nationalratssitzung live, Erwin Wurm und Thomas Gänszler in "Kultur Heute", "kreuz und quer" mit drei Dokus zu Frieden und Terror im Islam

Wien (OTS) - Am Mittwoch, dem 22. Oktober 2014, zeigt ORF III Kultur und Information ab 9.00 Uhr die Live-Übertragung der Nationalratssitzung. Für "Kultur Heute" (19.50 Uhr) hat Erwin Wurm, der in der Geburtstagswoche des Senders dessen Inhalt und Design gestaltet, den österreichischen Künstler Thomas Gänszler zur Intervention in die Sendung eingeladen. Anschließend zeigt "kreuz und quer" zum Thema Frieden und Terror im Islam die drei HD-Dokumentationen "Der europäische Gotteskämpfer" (20.15 Uhr), "Die Kinderkrieger der Taliban" (20.45 Uhr) und "Gesichter des Islam:
Frieden und Gewalt" (21.10 Uhr).
Gleich zwei Ausgaben von "science.talk" begleiten im Anschluss die Verleihung des Wissenschaftspreises des Landes Niederösterreich: Um 21.45 Uhr zeigt ORF III im "science.talk spezial" die Höhepunkte der Gala inklusive der von Barbara Stöckl moderierten Podiumsdiskussion "Vom Nutzen des Unnützlichen" mit Schriftsteller Robert Menasse, Allergologin Erika Jensen-Jarolim und dem Industriellen Veit Schmid-Schmidsfelden. Nach der Gala spricht Stöckl um 22.35 Uhr mit der Gewinnerin eines Würdigungspreises, der Neurowissenschafterin Halina Baran, über ihre Erkenntnisse bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Morbus Alzheimer und Morbus Parkinson. Ab 23.10 Uhr heißt es die ganze Nacht wieder "ORF III hosted by Erwin Wurm", beginnend mit einer Reihe filmischer Eindrücke zu den "Literaten der Grazer Gruppe und Konsorten", ab 5.15 Uhr geht es weiter mit audiovisuellen Arbeiten von Vertretern des Wiener "Art Clubs" wie Maria Lassnig oder Arnulf Rainer.

Die Sendungen im Überblick:

"Politik live: Nationalratssitzung" (9.00 Uhr)

Am ersten von zwei Nationalratssitzungstagen steht eine Aktuelle Stunde, deren Thema die FPÖ vorgibt. Unter dem Titel "Sicherheit statt Islamisierung und Asylchaos" wird mit Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) die Ausländerpolitik diskutiert. Weiters wird beim Innenressort Vorsorge getroffen für den Fall, dass es bei der Einführung des neuen zentralen Personenstandsregisters zu Problemen kommt. Abschließend stehen am Mittwoch diverse Rechnungshofberichte, u. a. zu den Bundestheatern, auf der Tagesordnung. ORF III überträgt die Sitzung an beiden Tagen parallel zu ORF 2 live und in voller Länge. In ORF 2 kommentiert Fritz Jungmayr, in ORF III Christine Mayer-Bohusch, Andreas Heyer und ORF-III-Chefredakteur Christoph Takacs.

"Kultur Heute" hosted by Erwin Wurm: Thomas Gänszler (19.50 Uhr)

Anlässlich des dritten Geburtstags von ORF III kuratiert der erfolgreiche Gegenwartskünstler Erwin Wurm eine Woche lang den Sender und lädt unter anderem Künstlerkolleginnen und -kollegen ein, das werktägliche Kulturmagazin mitzugestalten. Am Mittwoch wird Thomas Gänszler das "Kultur Heute"-Studio spiegelverkehrt aufnehmen. Vom Schriftzug bis zum Scheitel der Moderatorin wird alles spiegelverkehrt.

"kreuz und quer" zu Terror und Frieden im Islam: "Der europäische Gotteskämpfer" (20.15 Uhr), "Die Kinderkrieger der Taliban" (20.45 Uhr), "Gesichter des Islam - Frieden und Gewalt" (21.10 Uhr)

Der Blick ist dieser Tage wieder einmal auf die islamische Welt gerichtet. Die Nachrichten von Exekutionen vor laufender Kamera, Vertreibungen und Versklavung von Frauen und Kindern durch die Terror-Miliz "Islamischer Staat" hat die Frage nach dem Verhältnis von Religion, Extremismus und Gewalt neuerlich in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. "kreuz und quer" zeigt dazu die drei HD-Dokumentationen: "Der europäische Gotteskämpfer", "Die Kinderkrieger der Taliban" und "Gesichter des Islam: Frieden und Gewalt". Mehr Informationen unter presse.ORF.at.

"science.talk spezial: Verleihung des Wissenschaftspreise des Landes Niederösterreich (21.45 Uhr)

Die Wissenschaftspreise des Landes Niederösterreich wurden heuer zum 50. Mal vergeben. Bei der Gala am 16. Oktober 2014 im Schloss Grafenegg hat Landeshauptmann Erwin Pröll herausragende Persönlichkeiten aus der Wissenschaft ausgezeichnet. Bei der von Barbara Stöckl moderierten Podiumsdiskussion "Vom Nutzen des Unnützlichen" gehen der Schriftsteller Robert Menasse, die Allergologin Erika Jensen-Jarolim und der Industrielle Veit Schmid-Schmidsfelden der Frage nach, ob Wissenschaft dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt dient.

"science.talk: Neurowissenschafterin Halina Baran" (22.35 Uhr)

Eine der Preisträgerinnen des Wissenschaftspreises 2014 ist die Neurowissenschafterin Halina Baran, die neurodegenerative Erkrankungen wie Morbus Alzheimer oder Morbus Parkinson untersucht und erforscht, welche chemischen Prozesse im Gehirn dazu führen. Mit ihrer Forschung trägt die Leiterin des Karl-Landsteiner-Instituts für Neurochemie, Neuropharmakologie, Neurorehabilitation und Schmerztherapie in Mauer/Amstetten maßgeblich dazu bei, neurodegenerative Krankheiten besser zu verstehen und damit neue Ansätze für Prävention, Diagnose und Therapie zu finden.

"ORF III hosted by Erwin Wurm: Literaten der Grazer Gruppe und Konsorten" (23.10 Uhr) und "Der Art Club" (5.15 Uhr)

Mit zahlreichen Kurzintros anmoderiert, präsentiert Erwin Wurm weitere prägende Strömungen, die die österreichische Kunst- und Kulturlandschaft im 20. Jahrhundert geprägt haben. Um 23.10 Uhr wendet er sich ganz den Literaten der Grazer Gruppe und ihrem Umfeld zu. Gemeinsam war der heterogenen Gruppe von Schriftstellern, die sich 1959 rund um die Künstler-Interessen- und Aktionsgemeinschaft "Forum Stadtpark" formierte, die Ablehnung der etablierten und konservativen Kulturlandschaft. Erwin Wurm zeigt Werke wie "Publikumsbeschimpfung" (Peter Handke), "Magic Afternoon" (Wolfgang Bauer), "Volksvernichtung oder meine Leber ist sinnlos" (Werner Schwab) und "Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen" (Thomas Bernhard).
Untermittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs entstand 1947 in Wien der Art Club, den Erwin Wurm ab 5.15 Uhr behandelt - eine genreübergreifende Künstlervereinigung, der Literaten, Musiker und bildende Künstler angehörten. Im Vordergrund stand der Kampf um die Autonomie der modernen Kunst. Neben Künstlern wie Friedrich Achleitner, Albert Paris Gütersloh, Friedensreich Hundertwasser, Markus Prachensky und Friederike Mayröcker gehörten auch Maria Lassnig (Erwin Wurm zeigt u. a. "Chairs" aus dem Jahr 1971) und Arnulf Rainer ("Übermalungen") dazu.

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