Monika Vana: "Keine EU-Förderungen für Tierquälerei"

Grüne fordern bei morgiger Abstimmung zum EU-Budget den Stopp von EU-Fördergeldern für spanische Kampfstiere

Straßburg (OTS) - 130 Millionen Euro - diesen Betrag pumpt die EU jährlich in die spanische Stierkampfindustrie. Dazu meint Monika Vana, Grüne Europaabgeordnete und Mitglied im Budgetausschuss des Europaparlaments:

"Stierkämpfe wären ohne finanzielle Unterstützung bald Geschichte. Bis zu 500.000 Euro streift so mancher Star-Stierkämpfer pro Veranstaltung ein. Das kann durch Zuschauereinnahmen allein niemals erwirtschaftet werden. Es braucht daher kräftige Finanzspritzen, um die Tiere zur Belustigung der Massen auch weiterhin qualvoll hinzurichten. Diese Unterstützung kommt nicht nur von Spanien selbst, sondern leider auch von der EU. Diese Zahlungen sind nicht illegal, aber moralisch verwerflich. Denn Stierzüchter bedienen sich ungeniert der Fördergelder aus dem EU-Agrartopf für die Aufzucht und die Weideflächen für diese Stiere. Als SteuerzahlerInnen tragen wir somit dazu bei, ohne es überhaupt zu wissen, diese abscheuliche und sinnlose Tradition aufrecht zu erhalten."

Dabei stehen derartige Zahlungen auch den Prinzipien der Gemeinsamen Agrarpolitik ganz klar entgegen. Vana: "Mit EU-Agrargeldern sind die Lebensmittelproduktion sowie der Umwelt- und Tierschutz zu fördern. Von Stierfolter ist nirgends die Rede. Es kann und darf daher nicht sein, dass die Union einerseits den Tierschutz propagiert, gleichzeitig aber hunderte Millionen für das Quälen von Tieren bereitstellt."

Link zur Grünen Petition gegen EU-Fördergelder für Stierkämpfe:
http://supportgreens.eu/bullfighting

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