Unterrainer: SPÖ-Klub diskutiert neue Mobilität und Tourismus

Tourismus braucht leistbare und umweltverträgliche Mobilitätslösungen

Wien (OTS/SK) - Im Rahmen einer SPÖ-Klubfraktion wurden heute Dienstag im Parlament die aktuellen Herausforderungen im Tourismus diskutiert. Für SPÖ-Tourismussprecher Max Unterrainer ist es Faktum, dass der Tourismus einer der Schlüsselbranchen in Österreich ist -damit das so bleibt muss sich auch diese Branche den aktuellen Herausforderungen stellen. "Damit der Tourismus seinen wichtigen wirtschaftlichen Stellenwert behält braucht es künftig leistbare, umweltverträgliche und sozial gerechte Mobilitätslösungen", so Unterrainer am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Immerhin beträgt der Anteil der direkten und indirekten Wertschöpfung von Tourismus und Freizeitwirtschaft am BIP in Österreich heute rund 15 Prozent. Mit 126 Millionen Übernachtungen im Jahr 2010 sowie einem Beschäftigungspotential von insgesamt rund 270.000 Vollarbeitsplätzen ist die Tourismusbranche eine wirtschaftliche Schlüsselbranche und wichtiger Arbeitgeber. Österreich hat damit nach Zypern und Malta die höchste Tourismusdichte in der EU. "Das hat auch direkte Auswirkungen auf den Verkehr und auf die Entwicklung der Mobilität", so Unterrainer, der in diesem Zusammenhang die Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs und neue Lösungen beispielsweise im Bereich des Carsharing verlangt.

80 Prozent der Gäste reisen - vor allem jene aus Deutschland - mit dem eigenen PKW nach Österreich, nur ein geringer Teil - nämlich 12 Prozent - benützt Bahn oder Bus. Das bedeutet, dass pro "Reise-Samstag" auf Österreichs Transitautobahnen rund 1.000.000 Stau-Stunden verzeichnet werden. "Das hat selbstverständlich auch dramatische Auswirkungen auf die Umwelt - immerhin gehen 50 bis 75 Prozent der Umweltfolgen des Tourismus auf das Konto des Reiseverkehrs", betont der SPÖ-Tourismussprecher. Im Sinne eines nachhaltigen Umweltschutzes braucht es daher dringend eine Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs, damit den Menschen der Umstieg von individuellen Mobilitätslösungen auf die öffentlichen vereinfacht wird. "Es muss unkompliziert, rasch und bequem sein. Dann steigen die Menschen auch um", so Unterrainer. Denn neben dem Fakt, dass derzeit noch viele das eigene Auto zur Anreise bevorzugen, gibt es einen Trend zum Urlaub ohne eigenem PKW. "Die Tourismuswirtschaft muss darauf reagieren, dass mehr und mehr Menschen vor allem aus dem urbanen Raum Mobilitätsangebote wie zum Beispiel Carsharing und ähnliches wählen", so Unterrainer und weiter: "Die ÖBB werden immer schneller und komfortabler. Jetzt müssen nur noch die Tourismusverantwortlichen vor Ort reagieren und eine leistbare unkomplizierte Mobilität vor Ort gewährleisten". An der offenen SPÖ-Klubfraktion nahm auch Eva Buzzi, Geschäftsführerin der Rail Tours Touristik GmbH teil, die die aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen aus Sicht der ÖBB-Rail Tours erläuterte. (Schluss) up/rm/mp

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