mc präsentiert alarmierende Umfrageergebnisse - Zunehmende Bürokratie bremst und verhindert Investitionen

mc-Vizepräsident Günther Ofner präsentierte alarmierende Ergebnisse einer Umfrage des management club zum Thema Verwaltung und Bürokratie in Österreich.

Wien (OTS) - Aus Sicht der Befragten ergeben sich ganz wesentliche Problemfelder in Bezug auf die Bürokratie und Verwaltungsstruktur unseres Landes. 80 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass sich die Rahmenbedingungen in den letzten 5 Jahren verschlechtert haben. Die Folgen für die Unternehmen werden als sehr negativ wahrgenommen:
höhere Kosten (87 Prozent), erhöhter Personal- bzw. Ressourceneinsatz und Zeitbedarf (84 Prozent), abnehmende Geschwindigkeit von Verfahren/Genehmigungen (59 Prozent). Besonders gravierend: 92 Prozent der Befragten gaben an, dass geplante Investitionen eher verhindert, eher verzögert und verteuert wurden. Der Verzögerungszeitraum betrug bis zu 3 Jahre, 37 Prozent nannten ein blockiertes investitionsvolumen von mehr als 0,5 Mio. Euro in ihrem Betrieb.

"Wir haben aktuell ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld, mit dem die Unternehmen ohnehin schon genug zu kämpfen haben. Dass zunehmende Bürokratie wichtige Investitionen verzögert oder gar verhindert, verschärft die Lage zusätzlich.", so Günther Ofner bei der Pressekonferenz im management club. "Wir appellieren an alle politisch Verantwortlichen, den Hilferuf der ManagerInnen ernst zu nehmen, Wachstum durch rasche Verwaltungsentrümpelung anzukurbeln, keine neuen Regulierungen ohne Folgenabschätzung zu beschließen, Behörden besser zu koordinieren und die Unzahl an Verwaltungsstrafen zu reduzieren. Wenn man jenen, die den Karren ziehen, noch mehr Prügel zwischen die Füße wirft, wird sich die Krise weiter verschärfen", sagte Ofner weiter.

Bemängelt werden auch die aktuelle Rechtslage und die wenig pragmatische und kooperative Umgangsweise der Behörden mit gesetzlichen Vorschriften. Der Studienautor Herbert Kling erwähnte insbesondere die Problematik mit den Verwaltungsstrafen, die die Befragten besonders kritisch sehen. Ganze 61 Prozent sehen hier eine dramatische Verschlechterung in den letzten Jahren. Hier sind besonders die größeren Betriebe betroffen. Immerhin ein Viertel der Befragten gab an, dass sie selbst oder andere leitende Angestellte im Unternehmen bereits eine Strafe ausgefasst haben. Kein Wunder, dass die überwältigende Mehrheit (89 Prozent) das Gefühl hat, es bestünde ein großes Spannungsfeld zwischen den eigenen betrieblichen Notwendigkeiten und dem Gesetz.

Interessant sind die Ergebnisse in Bezug auf die Zukunft, insbesondere auf die Frage wo sich die Befragten Veränderungen wünschen würden. "Den Befragten geht es weniger um punktuelle Einzelmaßnahmen, sondern um eine Straffung des gesamten Verwaltungsapparates und um eine stärkere Berücksichtigung der Bedürfnisse von Unternehmen." erläutert Herbert Kling eine der Grundaussagen der Umfrage. Besonders viele wollen künftig eine verpflichtende Berechnung der Kosten für die Wirtschaft durch neue Normen, Regulierungen und Gesetze. Ein Großteil ist auch der Meinung, dass die aktuelle rechtliche Situation das Wirtschaftswachstum stark behindert und dass sich Behörden besser koordinieren sollten.

"Die österreichische Verwaltung wird von unseren Mitgliedern durchwegs kritisch gesehen. In vielen Bereichen gäbe es Verbesserungspotenzial, besonders bei der staatlichen Kompetenzverteilung. Die Regierung hat hier die ersten wichtigen Schritte in die richtige Richtung gemacht, die Politik erkennt zunehmend die Notwendigkeit eines Bürokratieabbaus, um das Investitionsklima zu verbessern. Diese Maßnahmen begrüßen und unterstützen wir sehr", so Ofner abschließend.

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