Papst will Schreiben an Christen im Irak richten

Chaldäischer Patriarch Sako nach Begegnung mit Franziskus: Plädoyer zu Bodenoffensive gegen IS-Kämpfer

Rom, 18.10.14 (KAP) Papst Franziskus will sich demnächst mit einem Schreiben an die Christen im Irak wenden. Das teilte der chaldäische Patriarch Louis Raphael I. Sako nach einer Audienz beim Papst am Samstag gegenüber den römischen Pressedienst "Asianews" mit. Das Oberhaupt der mit Rom verbundenen chaldäischen Christen hatte Franziskus am Vortag über die dramatische Situation seiner Gläubigen berichtet, die zu Hunderttausenden auf der Flucht seien. Für sie wäre ein solches Schreiben eine große Ermutigung, berichtete Sako. Franziskus habe sofort und gerne zugesagt, so der Patriarch.

Papst Franziskus würde auch gerne einen Besuch im Irak unternehmen, ließ der Patriarch gegenüber "Asianews" erkennen. "Aber er weiß, dass eine solche Reise von der Situation vor Ort abhängt." Dessen ungeachtet habe er diesen Wunsch und möchte den leidenden Menschen nahe sein, sagte das Chaldäer-Oberhaupt.

In einem Interview mit dem Pressedienst "Oasis" bekräftigte Sako darüber hinaus seine Hoffnung auf eine Bodenoffensive gegen die weiter vordringenden IS-Milizen. Eine solche Offensive müsse in Zusammenarbeit mit der irakischen Regierung und den Kurden geschehen, um Dörfer und Kleinstädte von der IS zu befreien. Die Bombardements gegen die IS-Milizen könnten deren Vormarsch zwar "etwas bremsen", aber zugleich würden sie wegen der Zerstörung von Häusern und Infrastruktur und der Tötung von schuldlosen Zivilisten die Situation im Irak verschlimmern.

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