Stronach/Weigerstorfer: Besetzung der Bundes-Sportkonferenz widerspricht objektiver Fördermittelvergabe

Personalunion von Fördergeber und Fördernehmer ist Rückschritt - Verbandsfunktionäre müssen aus Bundes-Sportförderkonferenz raus!

Wien (OTS) - Die Sportsprecherin des Team Stronach, Ulla Weigerstorfer, kritisiert die aktuelle Besetzung der Bundes-Sportförderkonferenz als Rückschritt. "In der Bundes-Sportkonferenz ist keine objektive Vergabe von Sportfördermittel möglich", so Weigerstorfer, "da ganz offensichtliche Personalunionen zwischen Fördergeber und Fördernehmer bestehen." Deshalb fordert Weigerstorfer die Erweiterung der Unvereinbarkeitsbestimmungen im BSFG 2013 auf Verbandsfunktionäre.

Gemäß Bundes-Sportfördergesetz 2013 obliegt der Bundes-Sportkonferenz die Errichtung der Aufteilungssystematik der Fördermittel, d.h. die Bundes-Sportförderkonferenz führe de facto den Bundes-Sportförderfonds und sei somit das alles entscheidende Gremium. Personalunionen zwischen Fördergeber und Fördernehmer seien in der Vergangenheit schon mehrfach vom Rechnungshof kritisiert und von den Betroffenen ganz offensichtlich ignoriert worden, erinnert Weigerstorfer.

Die Vizepräsidentin der ÖVP-nahen Sportunion, Astrid Stadler, übt den Vorsitz in der Bundes-Sportkonferenz aus. Weitere Mitglieder sind der Vizepräsident des Radsportverbandes, BSO-Präsident Herbert Kocher (gleichzeitig Präsidiumsmitglied der SPÖ nahen ASKÖ), ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel, ÖFB-Präsident Leo Windtner, ASVÖ-Präsident Siegfried Robatscher, Christian Meidlinger (ehemaliger Präsident des Schwimmverbandes) und Leichtathletik-Präsident Ralph Vallon. "Lediglich der Sport-Sektionschef im BMLVS, die ehemaligen Weltklassesportler Christoph Schmölzer (Vierfach Weltmeister im Rudern) und Ursula Profanter (Dreifach-Weltmeisterin im Kajaksport) gehören der Bundes-Sportkonferenz nicht als hochrangige Förderempfänger an", stellt Weigerstorfer fest.

Derzeit seien lediglich die Unvereinbarkeiten der hauptamtlichen Mitarbeiter des Bundes-Sportförderungsfonds geregelt, also die technische Ebene ohne Entscheidungsbefugnis. "Für Leitungs- und Entscheidungsorgane der Sportverbände sind aber keine Unvereinbarkeitsbestimmungen normiert", kritisiert Weigerstorfer.

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