Neues Volksblatt: "Licht aus" von Verena SCHÖBERL

Ausgabe vom 17. Oktober 2014

Linz (OTS) - Einige Linzer Nebenstraßen haben es heuer in der Adventszeit besonders schwer, ließen doch SPÖ und FPÖ unter dem Deckmantel des Sparzwanges die Lichter ausgehen. 30.000 Euro müssen heuer bei der Weihnachtsbeleuchtung eingespart werden. Dadurch muss ein Drittel der Engerl, Lichtervorhänge und Sterne ihr Dasein in einem dunklen Lager fristen anstatt in vollem Glanz erstrahlen zu dürfen. Die "Kanditatenliste" für die 30.000-Euro-Einsparung ist lang und kontraproduktiv: Seit Jahren wird versucht, Linz auch abseits der Landstraße zu beleben. Nun sollen gerade dort die Lichter ausgehen. Diese Straßen könnten aber jeden Impuls, der den einen oder anderen Weihnachts-shopper von der Landstraße weglockt, gut gebrauchen. Außerdem ist das Beleuchtungskonzept bereits vor zwei Jahren um ein Viertel gekürzt worden - ja, wer zu früh spart, wird bestraft. Gemessen an den Millionen, die die SPÖ-Minister Klug und Heinisch-Hosek dieser Tage zur Rettung des Bundesheers und im Schulbereich fordern und den Millionen, die die Stadt Linz im Swapdebakel verlieren könnte - der Streitwert beim Prozess um die Frankenwette liegt bereits bei mehr 530 Millionen Euro - sind 30.000 Euro ein Klacks.
Aber vielleicht geht es gar nicht ums Geld: Schon seit Jahren versucht die SPÖ die städtischen Förderungen für Weihnachtliches einzuschränken - wenn das das Christkind erfährt!

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