Heinisch-Hosek: Frauen achten auf ihre Gesundheit, aber Stress im Alltag ist zu hoch

Umfrage der SPÖ-Frauen ist klarer Arbeitsauftrag für die Frauenministerin

Wien (OTS/SK) - "Wir wollten wissen, welche Themen im Zusammenhang mit Gesundheit Frauen besonders wichtig sind", sagte SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek bei der gemeinsamen Präsentation der Ergebnisse der Befragung zur Frauengesundheit mit SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner. Ziel war es auch, die Ergebnisse der Befragung in den Nationalen Aktionsplan Frauengesundheit, der gemeinsam mit Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser am 5. November starten soll, als Input einfließen zu lassen. "Frauen achten auf ihre Gesundheit", sagte Heinisch-Hosek. Die Umfrage wurde unter 2.061 Frauen aus allen Bundesländern im Zeitraum Juli bis September in den Altersgruppen bis 29 Jahre, 29 bis 59 Jahre und ab 60 Jahre durchgeführt.****

85 Prozent der befragten Frauen achten auf ihre Gesundheit, hauptsächlich (75 Prozent) durch gesunde Ernährung. Auch Sport ist ein Thema für die Frauen, 46 Prozent betreiben regelmäßig Sport, aber 54 Prozent machen wenig bis gar keinen Sport. "Ein Grund dafür könnte sein, dass Frauen zu wenig Zeit dafür aufwenden können", sagte Heinisch-Hosek. Darauf weist die Tatsache hin, dass 52 Prozent der befragten Frauen im Alltag unter Stress leiden. Dies trifft in besonders hohem Maße auf junge Frauen bis 29 Jahren zu, aber auch bei den Frauen im erwerbsfähigen Alter bis 59 Jahren. Beide Gruppen geben mit über 50 Prozent an, im Alltag unter Stress zu leiden.

"Das ist ein klarer Arbeitsauftrag für mich, darauf zu achten, dass bei der betrieblichen Gesundheitsvorsorge Frauen mehr in den Fokus rücken", erklärte Heinisch-Hosek. Weiters falle auf, dass 62 Prozent der Frauen angeben, lieber von einer Gynäkologin behandelt zu werden. Die Frauenministerin fordert daher mehr Kassen-Ärztinnen im Fachbereich Gynäkologie. Hier wurde mit der Reihungskriterienverordnung vom ehemaligen Gesundheitsminister Stöger schon ein wichtiger Schritt getan, damit Frauen leichter zu einer Kassenstelle kommen. Dieser Weg soll konsequent weiter verfolgt werden.

Das Schlankheitsideal wurde bei der Befragung ebenfalls thematisiert. 72 Prozent der befragten Frauen sind der Meinung, dass es schöne Menschen leichter im Leben hätten.

Teil der Befragung war auch das Brustkrebs-Screening Programm. "Es ist erfreulich, dass das Programm bereits sehr bekannt ist", sagte Heinisch-Hosek. 80 Prozent der Frauen haben schon vom Brustkrebsvorsorgeprogramm gehört.

In einer offenen Frage wurde nach den wichtigsten Themen und Anliegen im Bereich Frauengesundheit gefragt. Drei Themen wurden dabei besonders häufig genannt: Vorsorge - Gesundheitsvorsorge ist den Frauen sehr wichtig; Gender-Medizin - Medikamente werden oft an Männern getestet; Aufklärung und Verhütung - Gefragt sind hier gute Information für alle Altersgruppen und Verhütungsmittel, die sich jede und jeder leisten kann.

SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner erläuterte, dass die Befragung während der Sommermonate durchgeführt wurde. Die SPÖ-Frauen waren in ganz Österreich unterwegs und haben an öffentlichen Plätzen wie Parkanlagen, Schwimmbädern etc. die Befragung zum Thema "Frauen.Gesundheit" durchgeführt.

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