GPA-djp: Keine Sonntagsöffnung ohne Zustimmung der Handelsangestellten

Kurios, wenn Bauunternehmer und Versicherungsbetriebe über Sonntagsöffnung im Handel abstimmen sollen

Wien (OTS/ÖGB) - "Wie auch immer die heute erneut angekündigte Urabstimmung der Wiener Wirtschaftskammer zur Sonntagsöffnung ausgeht: Mehr Dynamik der Umsätze kann es nur geben durch eine Stärkung der Kaufkraft für die Menschen, die hier leben und arbeiten und ihr Geld hier ausgeben. Eine Sonntagsöffnung würde lediglich zu einer zeitlichen Verlagerung der Einkäufe bei erhöhten Betriebs- und Personalkosten führen. Abgesehen davon sprechen sich 94 Prozent der Wiener Handelsangestellten dagegen aus: ein Nein der Betroffenen, wie es kaum deutlicher ausfallen könnte", erinnert die Regionalgeschäftsführerin der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) Barbara Teiber, an die vor in der Vorwoche durchgeführte Befragung von mehr als 5500 Beschäftigten.

"Uns hat der Wiener Wirtschaftsbund in der Vorwoche Aggressivität vorgeworfen, weil wir die Beschäftigten persönlich aufgesucht haben. Ich frage mich jetzt, wie es mit der Seriosität dieser Urabstimmung bestellt ist, wenn ein Bauunternehmer oder der Betreiber eines Versicherungsbetriebs ebenso mitabstimmen sollen über die Frage der Einrichtung von Tourismuszonen - das ist nichts anderes als ein abenteuerlicher und kurioser Versuch, über Umwege eine möglichst breite Zustimmung zur Sonntagsöffnung zu bekommen, die es von den Handelsbetrieben garantiert nicht geben wird", kommentiert Franz Georg Brantner stv. Vorsitzender der GPA-djp Wien und Vorsitzender des Wirtschaftsbereichs Handel in der GPA-djp: "Gleichzeitig hat Präsident Ruck angekündigt, es würden wohl nur diejenigen mitstimmen, die sich betroffen fühlen. Die am stärksten Betroffenen haben sich bereits geäußert - die Wiener Handelsangestellten wollen nicht am Sonntag arbeiten. Ohne ihre Zustimmung kann es kein Ja zur Sonntagsöffnung geben!"

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