Sidl: Niederösterreich braucht Netzwerk für Deradikalisierung und Prävention gegen Extremismus und Gewalt

Anlaufstelle für betroffene Jugendliche und Eltern, Maßnahmen der Unterstützung und Aufklärung

St. Pölten, (OTS/SPI) - Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht neue Meldungen über von radikalen Gruppen rekrutierte Jugendliche, ja sogar Kinder, in den Medien zu lesen und zu sehen sind. Extremismus und Nationalismus sind nicht nur auf aktuellen Kriegsschauplätzen, wie in Syrien oder im Irak, auf dem Vormarsch, auch bei uns kommt es in jüngster Zeit zu gewalttätigen Zusammenstößen von Menschen unterschiedlicher Nationalitäten oder Religionen. "Auch Niederösterreichs Landespolitik ist gefordert, hier rechtzeitig gegenzusteuern und Werkzeuge und Einrichtungen zu schaffen, die einerseits als Anlaufstelle für betroffene Jugendliche und Eltern fungieren, andererseits aber auch bereits im Vorfeld Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen setzen und damit auch möglichst niederschwellig zugängliche Dialogplattformen bieten", fordert der Jugendsprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Dr. Günther Sidl , den Aufbau eines niederösterreichischen Netzwerks für Deradikalisierung und Prävention, wo möglichst viele Stellen, vom Landesschulrat bis hin zum Familienressort, von der Jugendhilfe bis hin zu den Streetworkern, von den verschiedenen Jugendorganisationen bis hin zu den Jugendzentren eingegliedert werden sollen.

"Parallel zu öffentlich zugänglicher Beratung muss sich die Politik auch Maßnahmen hinsichtlich der massiv zunehmenden Bewerbung von radikalen Organisationen und extremistischen Weltanschauungen in den elektronischen Medien und Plattformen, wie beispielsweise Facebook, überlegen. Der Zugang zu entsprechenden Meldungen ist schnell und einfach, Mechanismen, die Jugend vor extremistischen Meldungen, Internetseiten oder Rekrutierungsversuchen zu schützen, sind praktisch nicht vorhanden. Letztlich müssen wir uns auch die Frage stellen, ob dieser neuen Entwicklung nicht auch in den Schulen verstärkte Aufmerksamkeit gewidmet werden muss und damit bereits im Unterricht Beratung und Aufklärung verstärkt werden müssen", so Sidl. (Schluss) fa

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