Gimborn: Paramedic - so als ob Stewardessen statt Piloten fliegen

Finanzmangel in Nö zwingt offenbar zu billigen Lösungsversuchen bei medizinischen Notfällen

St. Pölten (OTS) - An der Enquete zu dem von Landesrat Wolfgang Sobotka vorgeschlagenen, neuen Berufsbild "Paramedic" nahm heute die Landtagsabgeordnete des Team Stronach für NÖ, die Ärztin Dr. Gabriele Von Gimborn, teil.

Gimborn verwies darauf, dass die Idee zum neuen Beruf "Paramedic" auf Geldmangel beruht. "Weil offenbar im finanzmaroden Land NÖ nicht mehr genug Geld vorhanden ist um Ärzte, speziell Notärzte, zu bezahlen, sollen Patienten im Notfall von billigeren Paramedics versorgt werden. Das ist 'grad so, als ob eine Fluglinie, die ein Sanierungsfall ist, statt Piloten nachgeschulte Stewardessen und Stewards fliegen lässt!"

Gesetzesentwurf für Paramedics liegt schon bei der Gesundheitsministerin

"Da das Land NÖ der zuständigen Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser bereits einen Vorschlag zur Abänderung des Sanitätsgesetzes zugesandt hat, wäre es interessant, wie Dr. Oberhauser auf diese beabsichtigte Nivellierung nach unten reagiert", will Gimborn wissen und verlangt eine Klarstellung von der für eine mögliche Einführung des Berufs "Paramedic" zuständigen Ministerin.

NÖ GKK hat Überschuss von bis zu 34,2 Mio Euro, aber für Ärzte ist angeblich kein Geld

Gimborn verlangt statt dessen eine bessere Bezahlung der Ärzte. "Die Krankenkassen erwirtschaften jedes Jahr zig-Millionen Überschüsse und Rücklagen. Bei aller ökonomischer Zwänge, aber eine Krankenversicherung ist kein Sparverein, die Gelder sollen den Dienstleistern, also auch Ärzten und den Patienten zugute kommen und nicht irgendwelchen Banken, bei denen dieses Geld dann liegt. Und bei der NÖ GKK lag das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2013 bei 34,2 Millionen Euro. Abzüglich der an den Ausgleichsfonds aller Krankenkassen abzuliefernden Betrags blieb immer noch ein Überschuss von 17 Millionen Euro", daher fordert die Abgeordnete des Team Stronach für NÖ, Dr. Gabriele Von Gimborn, eine gerechtere Bezahlung der Ärzte statt Einführung eines medizinischen Hilfsdienstes, den Landesrat Sobotka mit dem Begriff "Paramedic" zu behübschen versucht.

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