Synode: Die zehn Arbeitsgruppen haben Arbeit beendet

Für viel Diskussionsstoff sorgten Aussagen über Homosexualität im Zwischenbericht - Kardinal Erdö: Bericht ist präzise

Vatikanstadt, 16.10.14 (KAP) Die zehn Arbeitsgruppen der vatikanischen Bischofssynode haben am Donnerstagmittag ihre Arbeit beendet und ihre Berichte geliefert, die am Nachmittag im Plenum diskutiert werden. Aus den Beiträgen und der Plenumsdiskussion wird bis Freitagabend von den neun Redakteuren - sie kommen aus Europa, den USA, Lateinamerika und Asien - der Schlussbericht erstellt. Über diesen wird am Samstagnachmittag abgestimmt. Bereits am Samstagmittag wird bei einer Pressekonferenz ein Kurzdokument, die Botschaft (Messaggio), vorgestellt.

Nachdem über die erste Synodenwoche nur wenige Informationen nach außen drangen, traten diese Woche absehbare Differenzen zutage. Für viel Diskussionsstoff sorgten etwa Aussagen über Homosexualität im Zwischenbericht. Der Bericht spricht mit Blick auf gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften von "Fällen, in denen die gegenseitige Hilfe bis hin zum Opfer einen wertvollen Beitrag für das Leben der Partner darstellt". Auch homosexuelle Personen hätten Gaben und Qualitäten in die Kirche einzubringen.

Der belgische Kardinal Godfried Danneels sprach sich unterdessen für eine begrenzte zivilrechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften an.

Synodenrelator Kardinal Peter Erdö verwies unterdessen in einem Radio-Vatikan-Interview auf die große Präzision der von ihm und Erzbischof Forte erstellten Relatio. Die Synodenväter seien ja dazu eingeladen worden, ihre Redebeiträge bei der Synode schon vorab einzuschicken. Mehr als die Hälfte der Redebeiträge seien dem Synodensekretariat also bereits vorgelegen, "wir konnten so die Hauptthemen herausfiltern", so Erdö.

Einen Grund für den jetzigen Wirbel ortete Erdö im großen Interesse der Medien: "Vielleicht hat man in manchen Stellen des Textes mehr gesehen als das, was wirklich ausgesagt war."

(forts. mgl.) fam/gpu/

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