Rotkreuz-Report: Weniger Naturkatastrophen

Rotes Kreuz präsentiert "World Disasters Report 2014" mit Fokus auf Kultur und Risiko

Wien/Genf (OTS/Rotes Kreuz) - Im Jahr 2013 wurden 529 Katastrophen gemeldet. 337 davon waren Naturkatastrophen, die verbliebenen waren technische Unfälle. Knapp 30.000 Menschen sind verstorben - mehr als 22.000 davon in Asien. Nicht inkludiert sind hier Opfer von Konflikten und Epidemien. Im Vergleich zu den Vorjahren gab es 2013 etwas weniger Naturkatastrophen. Diese Zahlen gehen aus dem heute veröffentlichten "World Disasters Report 2014" hervor.
Der Bericht wird seit 1993 jährlich von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) herausgegeben. In der Publikation werden statistische Daten über Katastrophen veröffentlicht. Darüber hinaus gehen internationale Experten jedes Jahr auf ein Schwerpunkt-Thema ein. 2014 liegt der Fokus auf dem auf dem Spannungsfeld zwischen Kultur und Katastrophen.

Die Anforderungen an die Helfer variieren je nach Land und Gesellschaft. Dass die vorherrschende Kultur die Hilfe prägt, machen Beispiele wie dieses deutlich: Während nach dem Tsunami und der Kernschmelze in Fukushima 2011 ein Aufschrei durch die Welt ging, zeigten sich die Japaner nach außen hin gefasst. Trotz all der Verluste erhielten sie die Ordnung aufrecht.
"Die Kultur hat einen großen Einfluss darauf, wie Menschen im Katastrophenfall handeln. Daher ist Kultur auch der Schlüssel zur Risikominderung", sagt Werner Kerschbaum, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes. "Der Anspruch an Unterbringungen oder die medizinische Versorgung stehen in einem engen Zusammenhang mit dem Verständnis einer Gesellschaft."
Der World Disasters Report wird in Wien am 28. Oktober um 14.00 bei den Vereinten Nationen vorgestellt.
Sprecher:

Terry Cannon, Herausgeber des Reports
Matthias Schmale, IFRC
Aldo Lale-Demoz, UNODC

Interessierte Journalisten sind zur Veranstaltung eingeladen. Anmeldung unter thomas.marecek@roteskreuz.at ist erforderlich.

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