Gahr: Bundestheater brauchen effektivere Kontrolle

Rechnungshof unterstreicht Handlungsbedarf für Kulturminister und Theaterholding

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Die vom Rechnungshof aufgezeigten Mängel in der Gebarung der Bundestheater-Holding verdeutlichen den dringend notwendigen Handlungsbedarf für die Holding und den Kulturminister, erklärte ÖVP-Rechnungshofsprecher Abg. Hermann Gahr heute, Mittwoch, im Rechnungshofausschuss des Parlaments.

Die Holding habe eine vorrangige Aufgabe gehabt, nämlich die Finanzen der Theater zu kontrollieren und sicher zu stellen, fügte seine Kollegin, ÖVP-Kultursprecherin Dr. Maria Fekter, hinzu. Und genau in dieser Kernfunktion hätten die Holding-Organe sträflich versagt. Man sollte daher diese Controlling-Agenden auch explizit gesetzlich festschreiben.

Das finanzielle Bundestheater-Debakel hat laut Gahr allerdings einen Paradigmenwechsel bewirkt und eines ganz klar gemacht: auch Kulturinstitutionen müssen wirtschaftlich geführt werden. Daran könne auch der höchste künstlerische Anspruch nichts ändern.

Gahr betonte, dass es tatsächlich deutliche Unterschiede in der Gebarung der einzelnen Bundestheater gebe. So wurde im Gegensatz zum Burgtheater vor allem die Volksoper auch schon in der Vergangenheit auch kaufmännisch ordentlich geführt. Eine Bundestheater-Holding hat Sinn, wenn sie dies in allen ihr angehörenden Häusern sicherstellen könne und das Controlling gesetzlich klar als prioritäre Aufgabe fixiert ist, so der ÖVP-Rechnungshofsprecher.
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